Objektive fürs Leben

Die besten Objektive für digitale Vollformat-Kameras oder: wie man begrenztes Budget, Vollformat DSLRs und eine hohe Bildqualität in Einklang bringt

Diax II a (1954-56)

Diax II a (1954-56): Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon 5D MK III

Nikon F4s (1988-1996)

Nikon F4s (1988-1996): Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon 5D MK II

Nikon F6 (2004 - ?)

Nikon F6 (2004 – ?): Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon 5D MK II

Canon EOS 5D Mark III mit Canon EF 50mm f/1.4

Canon EOS 5D Mark III (2012 – ?): Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon 5D MK I

Entwertung des Guten durch den ‚technischen Fortschritt‘

Es geht derzeit verdammt hektisch auf dem aktuellen Kameramarkt zu. Sogar der unermüdliche Ken Rockwell (der Foto-Equipment-Guru aus den USA) kommt mit seinen Produktbesprechungen kaum noch nach. Die sich rasch entwickelnde Sensortechnik ‚entwertet‘ selbst wenig benutzte Kameramodelle nach knapp 1-2 Jahren. Man fühlt sich in ein High-Tech-Kriegsgebiet versetzt, in dem sich Digitalkameras durch neue Features permanent gegenseitig den Garaus machen. Die ‚Kamera fürs Leben‘ hat ausgedient. Oft produzieren aktuelle Sensoren mit denselben Optiken bessere Bilder, insofern macht es eigentlich keinen Sinn mehr, sich wie früher längerfristig an ein Kameragehäuse zu binden. Wenn da nicht die Kosten wären… Der verzweifelte Endkunde fragt sich, wann es wohl die ersten modular aufgebauten digitalen Kameras gibt (wie etwa die Alpa im Luxussegment), bei denen man z.B. einfach den Sensor gegen einen neuen austauschen kann.

Eine 6000,- EUR teure Leica M9-P macht zwar auch nach 2 Jahren immer noch gute Bilder; jedoch müssen deren Besitzer mit ansehen, dass ihr Solmser Edelgehäuse inzwischen bei der Bildsensor-Qualität von Konkurrenz-Bodies eingeholt oder übertroffen wird, die ’nur‘ 1/4 kosten (z.B. Sony NEX-7B) und nicht selten sogar einen Leica-ähnlichen Retro-Look bieten (Fujifilm X10, Fuji x-pro1, Olympus E-M5 OM-D, FinePix X100 u.a.) Dies gilt zumindest dann, wenn bei den (in Relation zu Leica) ‚preiswerteren‘ neuen Kameragehäusen Objektive vergleichbarer Güte eingesetzt werden. Hier liegt natürlich der Hase im Pfeffer, denn bestimmte Leica M- und einige wenige Leica R-Optiken sind einfach unschlagbar. Somit hätten Leica Besitzer(innen) einen kleinen Zeitvorteil herausgeschunden. Bis nämlich die Konkurrenz-Modelle mit Leica-M-Bajonett ausgestattet werden oder Adapter verfügbar sind. Und genau diese gibt es auch bereits für die Fuji x-pro1: den Fujifilm Objektivadapter Bajonett X / M.

Das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel mit den neuen Kamera-Features

Um für ihre Premium-Stammkunden ‚das Leben nach dem Kauf‚ gleichzeitig erträglicher zu machen und den Wunsch nach einem Neukauf auszulösen, bemühen sich die Kamerahersteller, die Nachfolgemodelle mit Features auszustatten, die sie mit dem jeweiligen Vormodell derselben Preisklasse schwerer vergleichbar machen.

So hat die neue Profi Canon EOS-1D X mit 18 MP eine geringere Auflösung als die Canon EOS 1Ds Mark III (mit 21 MP) dafür aber den Videomodus und die ungleich höhere Geschwindigkeit. Das Nachfolgemodell der Canon EOS 5D Mark II (die Canon EOS 5D Mark III) hat zwar fast dieselben Megapixelzahl dafür aber einen wesentlich besseren Autofokus und die viel höhere Serienbildgeschwindigkeit. Dabei kommt die Canon EOS 5D Mark III allerdings noch am ehesten dem Ideal einer kontinuierlichen Verbesserung sämtlicher wichtigen Parameter nahe. Leider ist aber ihr Preis mit derzeit rund 3000,- EUR sehr hoch angesetzt. Um den Markt noch weiter aufzumischen, muss daher noch ein drittes Fullframe-Modell auf den Markt geworfen werden: Die Canon EOS 6D Vollformat DSLR als kleinere und preiswertere Schwester der  Canon EOS 5D Mark III und als Konkurrenzprodukt zur nagelneuen Nikon D600. ‚Logisch‘, dass die Canon EOS 6D nun wiederum Features eingebaut bekommt, die die Canon EOS 5D Mark III Besitzer auch gerne hätten: WLAN + GPS.

Ein ähnliches Bild bei Nikon: Das neue ‚mittlere Fullframe-Modell‘, die Nikon D800, verfügt nun mit 36 Megapixeln über eine höhere Auflösung als das bisher teuerste Topmodell – die Nikon D3x. Die Nikon D800 ist aber wegen des ungewöhnlichen Megapixel-Sprungs (von 12 auf 36 MP) langsamer als ihre eigentliche Vorgängerin die Nikon D700. Das neueste Top-Modell – die Nikon D4 – hat weniger Megapixel als das Midrange-Modell Nikon D800. Rechtzeitig zur Photokina 2012 – der Messe für Fotomasochisten – setzt Nikon noch eins drauf: Die allerneueste Nikon D600 füllt die ‚schmerzliche Lücke‚ zwischen der Nikon D700 und der Nikon D800. Da die Bezeichnung D750 suboptimal ist, wurde sie in einer verwirrenden Marketinglogik einfach Nikon D600 genannt.

Auch Leica ist mit seinem neuesten Leica M9-Nachfolgemodell bei der Benennung sehr kreativ gewesen: ‚Leica M‚ wird sie heißen – ohne jede profane Nummerierung: Die Leica-Marketingabteilung hat schlau erkannt: Käufer der Leica M gehören i.d.R. nicht zu den Ärmsten der Armen: Sie präferieren aktuelle Statussymbole und wollen sich nicht durch veraltete Nummern ihres edel über dem Pelz bzw. der Designer-Lederjacke hängenden Leica-Bodies bloßgestellt sehen (der neben mir hat schon die M10 ich aber noch die M9).Entsprechend findet man jetzt zahlreiche ’neuwertige‘ (um nicht zu sagen unbenutzte) Leica M9 Gehäuse zum ‚Schnäppchenpreis‘ eines gebrauchten Fords auf diversen Verkaufsforen.

Apropos Features: Die neue Leica M kann jetzt Videos und Live-View (äußerst bedeutsam für den angehenden Streetfotografen), hat vollformatige 24 Megapixel und ein größeres Display; Leica-R-Objektive können adaptiert werden. Diese Features allein sollten ausreichen, um bei den betuchten M9-Usern den ‚Will-ich-haben‘-Reflex auszulösen. Kostenpunkt: bescheidene 6200 ,- EUR. Für die ärmeren Leica-Besitzer, die nur 4500,- EUR ausgeben können, gibts dann das Modell Leica M-E – wobei ‚E‘ für ‚Ebgespeckt‘ steht.

Dieses ‚Bäumchen-wechsel-dich-Spiel‘ bei den Kamera-Features macht die Besitzer des jeweiligen Vormodells (oder der Konkurrenzmodelle) noch nervöser, als wenn bei einem Modell derselben Preisklasse nur einfach alle wichtigen Parameter verbessert worden wären… Die an der neueren psychosomatischen Erkrankung ‚Featuritis‘ leidenden Kamerabesitzer erwägen nun einen möglichst raschen Verkauf des 2 Jahre alten Kameragehäuses, das ihnen ‚eigentlich‘ immer noch gut gefällt, das aber mit Verfügbarkeit des Nachfolgemodells schnell an Reiz (und an Wiederverkaufswert) verliert.

Manche spielen sogar mit dem Gedanken an einen ruinösen Systemwechsel. Mit unzufriedenem Gesicht betrachten sie ihr 2 Jahre altes technisches Meisterwerk, das gerade mal 30.000 Auslösungen hinter sich hat und nun schon wieder zum Altmetall gehören soll.

Nikon-Profis oder begeisterte Amateure müssen sogar erwägen, beide Modelle – das neue Profimodell Nikon D4 UND das Midrange-Modell Nikon Nikon D800 zu kaufen, denn die D800 ist zu langsam für Sport und alles was sich schnell bewegt und die Nikon D4 hat eine zu geringe Auflösung für Mode, Landschaft und Studio. Eine ähnliche Konstellation finden wir bei Canon mit der Profiversion Canon EOS-1D X (’nur‘ 18 Megapixel) und dem Midrange Modell Canon EOS 5D Mark III (22 Megapixel). Damit möchten die Kamerahersteller den Trend zur Zweit- Dritt- und Viertkamera verstärken. Denn ein Nikon D700 Besitzer, der ein Auge auf die Nikon D800 geworfen hat, kann die alte Kamera zur Teil-Finanzierung der Neuen nun kaum mehr verkaufen, denn wer will schon jedes belanglose Dokumentationsbildchen seiner digitalen Vollformatkamera mit 36 Megapixeln ablichten? Das Behalten der Zweitkamera hat für die Kameraindustrie auch den Vorteil, dass die überhöhten Preise der neuen Modelle längere Zeit stabil gehalten werden können: würden die Preise der Vormodelle durch ‚Massenverkauf‘ übermäßig stark sinken, müßten die Preise der neuen Modelle auch schneller nach unten gehen.

Wie nun das Geld für die begehrten Nachfolgemodelle beschaffen? Diese sind meist teurer als die Vormodelle. So kostet die Canon EOS 5D Mark II derzeit ca. 1750,- die Canon EOS 5D Mark III dagegen ca. 3000,- EUR : Sehe ich recht: fast eine Preisverdoppelung. Canon zeigt hier wenig Gnade mit den an Featuritis Erkrankten. Will man den neuen Autofokus, die bessere Gehäusedichtung, die schnellere Serienbildgeschwindigkeit und zahlreiche andere Detailverbesserungen, dann muss manch einer ins Pfandleihhaus…

Wie auch immer: Der Invest in teure Kameragehäuse wird zunehmend zu einem derben Verlustgeschäft, wenn man

– am technischen Fortschritt teilhaben will,
– auf die beste ‚Sensor-Bildqualität‘ Wert legt und …
– an ‚Featuritis‘ leidet.

Meine Vorschläge um das Bankkonto zu schonen und trotzdem Topp-Bildqualität zu erreichen

Mit diesem und den folgenden Blogbeiträgen möchte ich einen Weg aus dem Konsum-Dilemma aufzeigen, den auch Foto-Qualitätsfanatiker ohne ‚Gesichtsverlust‘ gehen können.

Zunächst gibt es mehrere triftige Gründe, beim ‚alten‘ Kameramodell zu bleiben:

(A) moderne Vollformat-Digitalkameras sind teuer aber auch mindestens 5-6 Jahre und 150.000-300.000 Auslösungen ‚haltbar‘; bei knapper Kasse sollte man diese Haltbarkeit auch nutzen und sich nicht von neuen Features blenden lassen, die man oft nicht braucht;

(B) der Bildqualitäts-Unterschied zwischen den Fullframe-Sensoren zweier oder sogar dreier Modellzyklen ist nie so groß, dass man beim Einsatz der bestmöglichen Optiken nicht mindestens ein bis zwei Modellzyklen aussetzen könnte, bis ‚jemand etwas merkt‘. (Beispiel: nur die wenigsten Bildbetrachter können erkennen, ob ein Bild mit einer Canon EOS 5D Mark II oder MK III gemacht wurde, wenn beide Male dieselbe Top-Optik verwendet wurde: Schraubt man jedoch auf die ältere Canon EOS 5D Mark II ein Zeiss Makro-Planar T* 2,0/100mm ZE und auf die Canon EOS 5D Mark III ein CANON EF 24-105mm 1:4,0 L  Zoom, dann wird bei gleicher Brennweiteneinstellung jeder die höhere Qualität des Zeiss-Fotos sofort erkennen, obwohl das Zoom am neueren Body bereits zu den Besseren gehört): Nicht der neueste Fullframe-Body entscheidet über die höchste Bildqualität, sondern das eingesetzte Objektiv in optimaler Abstimmung auf den Body;

Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE (ISO 400, Bl. 2.5, 1/640 sec) mit Canon EOS 5D Mark II

Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE (ISO 400, Bl. 2.5, 1/640 sec) mit Canon EOS 5D Mark II

(C) sich ein Beispiel nehmen an bedeutenden ‚High-Quality‘-Fotografen, die in gigantischen Formaten vergrößern (z.B. Sebastiao Salgado bei seinem Genesis-Projekt) und trotzdem mit den Vorgängermodellen arbeiten (Salgado mit der Canon EOS-1Ds Mark III) – es kommt eben immer auch auf die verwendete Technik der Bildbearbeitung an…

Weitere Ratschläge für den sparsamen High-Quality-Fotografen:

  • Streng gezügelter Invest in neue Kameragehäuse (d.h. mindest. 1-2 Modellzyklen aussetzen).
  • Kein Besuch der Photokina oder sonstiger Fotomessen!
  • Keine Online-Dauerlektüre einschlägiger Kameraforen.
  • Bei Neukauf und zu wenig Geld: Erwerb des preisreduzierten neuen (oder gebrauchten) Vormodells (z.B. Canon EOS 5D Mark II anstatt Canon EOS 5D Mark III).
  • Unter keinen Umständen Systemwechsel wegen angeblich unverzichtbarer ‚Features‘ der Konkurrenz; (vertraue deinem bisherigen Lieblingshersteller: denn er hat das wachste Auge auf die Alleinstellungsmerkmale der Konkurrenz und wird nachziehen)
  • Kein Invest in Zweitkamera-Linien mit Wechseloptiken, weil man angeblich noch eine kleine ‚Immerdabei‘-Kamera benötigt; denn diese kleinen ‚Immerdabei‘-Kameras mit Wechseloptiken entwickeln sich derzeit preislich steil nach oben (s. Fuji x-pro1, Olympus E-M5 OM-DSony NEX-7B  u.a.) – zudem sind sie dann mit Wechseloptiken gar nicht mehr so klein, dagegen von der Bildqualität den Vollformat-DSLRs meist unterlegen.
  • Verwendung von Adaptern, um hochwertige Spitzenoptiken von Fremdherstellern (Leica, Carl Zeiss, Nikon, Voigtländer, Steinheil, Meyer-Optik etc.) zu verwenden, die es manchmal als Schnäppchen gibt.
  • Invest des meisten ‚Kamerageldes‘ in die besten Optiken für das Bajonett EINES Kameraherstellers.

Der weltweit erfolgreichste us-amerikanische Internet-Außendienstler der Kameraindustrie (;-) – Ken Rockwell – zeigt allerdings, wie man es auch machen kann: Einfach alles kaufen: (sein häufigster Satz: ‚I have ordered mine…‘) alles besprechen, alles mal gut, mal schlecht beurteilen; alles mal hochloben und dann wieder abwerten. Aber immer an der Front der neuen Produkte. Dabei beweist er allerdings z.B. durch seine Kinderbilder, dass man es schaffen kann, auch mit dem gigantischsten Foto-Equipment und den niedrigsten ISO-Zahlen Null-Ausdruck in Fotos zu bringen. Rezept: Alles schön scharf, Bonbon-Farben, Blumenkleidchen und Aufhellblitz – so macht man Kinderfotos, die nur Omas beglücken.

Das Beste gerade gut genug: Die besten Objektive für digitale Vollformat-Kameras

Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM & Carl Zeiss Makro-Planar T* 100mm f/2.0

Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM & Carl Zeiss Makro-Planar T* 100mm f/2.0 : Carl Zeiss Jena Sonnar 135mm f/4.0 mit Canon EOS 5D Mark III

Mit diesem und den folgenden Blogbeiträgen möchte ich bei der Suche nach einem Set der besten Optiken für Vollformat DSLRs Hilfe leisten. Vollformattaugliche Top-Optiken sind natürlich auch für APC-Sensoren bestens geeignet.

Meines Erachtens ist es äußerst sinnvoll, sich seine eigenen und ganz persönlichen ‚Objektive fürs Leben‘ zusammenzustellen. Eine Top-Optik  macht auch an zukünftigen Sensoren Top-Bilder und behält ihren besonderen Charakter. Und sie verliert nicht an Wert, sondern ihr Wert steigt mitunter sogar, wenn sie z.B. nicht mehr produziert wird (wie etwa das Voigtlander APO-Lanthar 125mm f/2.5 SL – kein Fotograf versteht übrigens, warum Voigtländer dieses begehrte Objektiv nicht einfach weiter produziert. Das Objektiv hat inwischen weltweit eine solch hohe Reputation, dass Voigtländer es zum ursprünglichen Preis (999,- EUR) in Massen absetzen könnte, da es derzeit gebraucht fast das Doppelte kostet (Sammlerpreise).

Nun konfrontiert einen das Internet oft mit unterschiedlichen Testergebnissen ein- und desselben Objektivs : Slrlensreview lobt z.B. das neue Zeiss Distagon T* 35mm/1,4 ZE (Canon) (ZF.2 – für Nikon) über den grünen Klee, während DXoMark das preiswerte Samyang 35mm 1:1.4 (Canon) bzw. Samyang 35mm 1:1.4 (Nikon) weit über dem Zeiss rangieren läßt. Hier kommen also für eine Entscheidung noch weitere Kriterien (als ‚Schärfe‘, ‚Auflösung‘ etc.) ins Spiel, wie z.B. der ‚Charakter‘ eines Objektivs; wie ‚zeichnet‘ das Objektiv; sind die Fotos mit dieser Optik ‚besonders‘ oder ‚wiedererkennbar‘, d.h. nur dieser Optik zuzuordnen; eine überragende Optik entfaltet ihren ganz eigenen Charakter und Charme unter den verschiedensten Lichtbedingungen und erzielt wesentlich häufiger als andere Optiken den ‚Wow‘-Effekt beim Betrachter.

Canon 5D MK III mit Carl Zeiss Makro Planar 100mm f/2 (ZE)

Sinneswald Leichlingen: Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon EOS 5D Mark III

Canon 5D MK III mit Carl Zeiss Makro Planar 100mm f/2 (ZE)

Sinneswald Leichlingen: Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon EOS 5D Mark III

Canon 5D MK III mit Carl Zeiss Makro Planar 100mm f/2 (ZE)

Sinneswald Leichlingen: Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon EOS 5D Mark III

Canon 5D MK III mit Carl Zeiss Makro Planar 100mm f/2 (ZE)

Sinneswald Leichlingen: Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon EOS 5D Mark III

Altenberger-Dom-Bronzemodell mit Carl Zeiss Distagon 35mm 1:1.4 ZE (Bl. 1,6 - 1/40sec - 160 ASA)

Altenberger-Dom-Bronzemodell: Carl Zeiss Distagon 35mm 1:1.4 ZE (Bl. 1,6 – 1/40sec – 160 ASA) mit Canon EOS 5D Mark II

Zeiss-Optiken sagt man z.B. einen sog. 3-D-Effekt nach; der Betrachter nimmt diesen scheinbar räumlichen Effekt unbewußt als sehr positiv wahr.
Ein Anwendungsbeispiel: Will man Fotoequipment verkaufen, dann empfiehlt sich der Einsatz des Zeiss Makro-Planar T* 2,0/100mm ZE (für Canon) (ZF.2 für Nikon). Warum? Die fotografierten Objekte werden durch dieses Objektiv sichtbar aufgewertet; sie sehen einfach besser aus, als mit anderen Objektiven fotografiert und verkaufen sich somit besser.

Produktfoto Nikon F4 mit Canon EOS 5D MK II und Carl Zeiss Makro Planar 100mm 1:2.0 ZE (Bl. 2,5 - 1/200sec - ISO 100)

Produktfoto Nikon F4s:  Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE mit Canon 5D MK II (Bl. 2,5 – 1/200sec – ISO 100)

Vor einiger Zeit habe ich für mich daher die Entscheidung getroffen, die Kameragehäuse weniger stark zu gewichten als die Objektive und mir nur noch ‚Objektive fürs Leben‘ zu kaufen. Sprich: Wenige Optiken dafür aber die besten Ihrer Klasse. Ich machte mir eine große Tabelle, in der ich aus diversen Testportalen DIE Optiken herausschrieb, die fast überall Bestnoten erzielten. Einige der Quellen, die ich herangezogen habe: Photozone, Björn Rörslet (Nikon-Objektiv-Spezialist), Slrlensreview, Pebbles Place, Erwin Puts (Leica Objektiv-Spezialist); Steve Huff (Bokeh-Spezialist); Ken Rockwell (Humorist und Subjektivist); Traumflieger; Lenstipp u.v.m.

Die endgültige Fassung der – noch nicht ganz fertigen – Tabelle kann für einen einmaligen Selbstkostenpreis von 10,- EUR (inkl. MwSt.) bei mir käuflich erworben werden. (Updates für 1 Jahr inklusive) – Vorbestellung hier….Fördermitglieder der Fotogemeinschaft können die Tabelle kostenfrei anfordern – jetzt Fördermitglied werden…

Dann legte ich die zentralen Brennweitenbereiche und Motivbereiche fest (immer bezogen auf Vollformat – 24×36):

Extremes Weitwinkel / Fullframe-Fisheye (14mm – 18mm)

Architektur, Interieurs, Natur; besondere Effekte und Perspektiven

Weitwinkel (19mm – 25mm)

Architektur, Interieurs, Natur (das ‚Immerdrauf-Weitwinkel‘; filtertauglich)

Gemäßigtes Weitwinkel (28 – 35mm)

Street, Menschen in ihrer Umgebung

Normalobjektiv (40mm – 60mm)

Street, Menschen, Porträts

Mittleres Teleobjektiv / Makro (85mm – 135mm)

Porträts; Produktfotos; Architektur; Makros u.a.

Teleobjektiv (180mm – 200mm)

Porträts, Theater etc.

Super-Teleobjektiv (280mm – 400mm mit AF + IS/VR)

Schnellbewegte und weit entfernte Motive: Sport; Tiere; Theater

Tele-Zoom (70/80-200/210mm)

Schnellbewegte Motive: (Kinder, Tiere, Sport) mit AF + IS/VR

Universal-Zoom (24-70mm bzw. 24-105mm)

Situationen, die keinen Objektivwechsel zulassen und bei denen es auf hohe Geschwindigkeit ankommt: mit AF + IS/VR

Weitwinkel-Zoom (14-24 / 16-35mm / 17-35mm / 20-35mm)

Abdeckung der wichtigsten Weitwinkelszenarien mit einer Optik

Dabei sollte die Entscheidung in den Brennweitenbereichen immer für eine Festbrennweite (ggf. Zoom) fallen, die das Beste aus dem Sensor/Film herausholt. Besonders wichtig für mich ist noch Lichtstärke und Offenblendentauglichkeit, da für mich schönes Bokeh sehr wichtig ist.

Ein Fahradhelm mit dem Zeiss Distagon 35mm 1:1.4 (ZE) und der Canon EOS 5D MK II

Ein Fahradhelm: Carl Zeiss Distagon 35mm 1:1.4 (ZE) mit Canon EOS 5D MK II

Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE (ISO 200, Bl. 2.0, 1/5000 sec) mit Canon EOS 5D Mark II

Metallbrunnen Leverkusen Schlebusch: Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100mm ZE (ISO 200, Bl. 2.0, 1/5000 sec) mit Canon EOS 5D Mark II

Weitere – allerdings nachgeordnete – Kriterien sind: Größe, Filtertauglichkeit, Unauffälligkeit.

Des weiteren legte ich für mich noch 1-2 ‚Schnäppchenalternativen‘ fest; wenn das Geld nicht für die beste Optik reicht, sollte man sich auf die Suche nach dem ultimativen Geheimtipp (in dem jeweiligen Brennweitenbereich) machen.

Die Objektivtabelle wurde zwar recht groß, aber man konnte feststellen, dass die Ausbeute ‚überschaubar‘ blieb. Immer wieder kommen einige Außenseiter (wie z.B. Steinheil) oder ganz neue Objektive hinzu. Aber im großen und ganzen bleibt die beruhigende Tatsache, dass Spitzenoptiken wesentlich längere Nutzungszeiten haben als die heutigen Bodies (mindest. um den Faktor 10-20).

Unkonventioneller Beschaffungstipp für den Start

Entgegen der üblichen Verkäuferstrategie, einen zu teuren Body mit einem schlechten und billigen Zoom zu kombinieren, rate ich zu der Strategie: Beste und möglichst lichtstarke Festbrennweite als Muss – Fullframe-Body als Variable –  je nach Budget. Die Routine, mit manuellen Optiken möglichst schnell zu fokussieren, kann man sich antrainieren; ein solches Training ist die bestmögliche Voraussetzung dafür, um – zumindest technisch gesehen – die höchste Bildqualität zu erzielen, denn viele der schönsten Optiken sind auch heute (leider) immer noch nur mit manuellem Fokus und ohne Bildstabilisator zu bekommen. (s. dazu den Artikel von Zeiss über manuelles Fokussieren mit AF-Kamerasystemen)

Hier einige Beispiele dieser Beschaffungsstrategie:

(A1)
Street –
Gemäßigtes Weitwinkel (28 – 35mm)
bestmögliche (ultimative)  Bildqualität (MF)
mit Canon Body (MF-Objektive für Street, Menschen in ihrer Umgebung etc.)

(A2)
Street –
Gemäßigtes Weitwinkel (28 – 35mm)
sehr gute Bildqualität (AF)
mit Canon Body (AF-Objektive für Street, Menschen in ihrer Umgebung etc.)

(B1)
Porträt – Mittleres Teleobjektiv / Makro (85mm – 135mm)bestmögliche (ultimative)  Bildqualität (MF)
mit Canon Body (MF-Objektive für Porträts; Produktfotos; Architektur; Makros u.a.)

(B2)
Porträt Mittleres Teleobjektiv / Makro (85mm – 135mm) sehr gute Bildqualität (AF)
mit Canon Body (AF-Objektive für Porträts; Produktfotos; Architektur; Makros u.a.)

  • Budget EUR 900,-: Canon EF 85mm f/1,8 USM oder Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM (oder non-USM) + Canon 5D MK I (gebraucht)
  • Budget EUR 1900: Canon EF 85mm f/1,8 USM oder Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM (oder non-USM) + Canon EOS 5D Mark II
  • Budget EUR 2.200,- bis 2.500,-: Canon EF 100mm f/2,8L IS USM Macro oder Canon EF 135mm f/2 L USM + Canon EOS 5D Mark II
  • Budget EUR 3.700,- bis 4.000,- : Canon EF 100mm f/2,8L IS USM Macro oder Canon EF 135mm f/2 L USM + Canon EOS 5D Mark III

Das Grundprinzip muss hier sein, je nach Bedarf und Motiv immer die bestmögliche Festbrennweite (hier keine Kompromisse!) mit dem Body (hier Kompromisse möglich) zu kombinieren, den man sich gerade noch leisten kann.

Nebenbei bemerkt…

Meine Objektiv’beschreibungen‘ möchte ich übrigens nicht als ‚Tests‘ im regulären Sinne verstanden wissen, sondern eher als ’subjektive Interpretationen‘ der Eigenarten einer Optik (mit zahlreichen Bildbeispielen): ausführliche Tests zu den Spitzenoptiken gibt es im Internet zur Genüge, und ich beziehe mich auch auf eine ganze Reihe dieser nützlichen Testberichte (Photozone, SLRlensreview, Dpreview, Erwin Puts, Traumflieger, Björn Rörslet etc.); nur sehr selten decken sich die Tests zur selben Optik jedoch perfekt. Am Schluss muss man sich ein eigenes Bild machen, d.h. Optik dran und losfotografieren.

Ausblick auf die nächsten Objektivbeschreibungen:
Die ersten 3 Objektive, die ‚dran‘ sind:

35 mm: Carl Zeiss Distagon T* 35mm 1:1.4 ZE (ZF.2) – >>> Blog-Artikel zum Carl Zeiss Distagon T* 35mm 1: 1.4 ZE / ZF.2)
Kaufen:
Canon:
Zeiss Distagon T* 35mm/1,4 ZE
Nikon:
Distagon T* 1,4/35 ZF.2

100 mm: Carl Zeiss Makro Planar T* 100mm 1:2.0 ZE (ZF.2)
Kaufen:
Canon:
Zeiss Makro-Planar T* 2,0/100mm ZE
Nikon:
Carl Zeiss Makro-Planar T* 2,0/100mm ZF.2 Nikon

21 mm: Carl Zeiss Distagon T* 21mm 1:2.8 ZE (ZF.2)
Kaufen:
Canon:
Distagon T* 21mm/2,8 ZE
Nikon:
Zeiss Distagon T* 2,8/21mm ZF.2

2018-05-12T19:43:16+00:00Von |

57 Comments

  1. Chris 7. Oktober 2012 um 21:17 Uhr

    Sehr schön geschrieben, witzige und treffende Seitenhiebe auf Ken Rockwell, den man gut lesen kann, wenn man weiß, wie man das lesen muß, finde ich.

    Das Projekt ist eine sehr schöne Idee, der ich auf jeden Fall folgen werde. Genau mit dieser Idee würde bzw. werde ich auch meine Objektive zusammenstellen, insofern bin ich gespannt auf die nächsten „Runden“ hier. Bei mir käme allerdings noch die AF-Funktionalität als wichtige Anforderung dazu, das manuelle Fokussieren ist außerhalb von Makro- und Stativ-Fotografie bei meiner Arbeit einfach nicht praktikabel.

    Wann kommen die nächsten Runden?

    Danke und viele Grüße,
    Chris

  2. Chris 7. Oktober 2012 um 21:32 Uhr

    Noch was ist mir gerade eingefallen: Ehrlich gesagt ist es nicht soooo spannend, Festbrennweiten zum Preis von überteuerten (aber guten) Nikon- und Canon-Objektiven zu kaufen. (Finde ich.) Viel spannender ist es doch immer wieder, die echten Perlen unter den Allerwelts-Linsen zu entdecken, wie z.B. bei Canon das 85 f/1.8 USM, was ultrascharfe Bilder und wunderschönes Bokeh zum Einstiegspreis liefert. Daß man bei 1600 Euro für eine Zeiss-FB ordentliche optische Qualität bekommt, ist hoffentlich selbstverständlich. Ein Test ist deshalb natürlich für jemanden, der mit dem Kaufgedanken spielt, ganz interessant, als jemand der auf der Suche nach den Perlen im Meer der Objektive ist, irgendwie nicht so.

    Aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache… Spannend finde ich die Serie hier trotzdem, mal sehen wie’s weitergeht.

  3. Ralf Schlieper 8. Oktober 2012 um 12:32 Uhr

    Ad Chris:

    In der Tat gibts bei Canon einige Objektiv-Perlen zu akzeptablem Preis: dazu zählt das Canon EF 50mm f/1.4 USM, das Canon EF 2,5/50 Makro, das von dir genannte Canon EF 85mm f/1.8 USM, das Canon EF 100mm f/2.0 USM, Canon EF 100mm/1:2,8 Macro (OHNE USM und mit USM) sowie – im Weitwinkel-Bereich), das Canon EF 40mm f/2.8 STM und das (ziemlich teure) Canon EF 2,8/28 IS USM. Im Super-Weitwinkelbereich gibts für ultimative Bildqualität nur die sehr teuren TS-E-Spitzenoptiken (das neuere 17mm und das 24mm TS-E II).
    Für den absoluten visuellen ‚Kick‘ empfehlen sich besonders einige ausgewählte Zeiss-Optiken, die zwar sehr teuer sind, aber teilweise auch mehrere Bereiche abdecken, wie z.B. das Zeiss Makro Planar T* 100mm f/2 ZE (Porträt, Makro, Landschaft).
    Die nächsten Besprechungen werden die Canon 5D MK III sowie das Zeiss Makro Planar T* 100mm f/2 ZE zum Thema haben.

  4. […] Erhöhung des Wiederverkaufswertes im Auge behalten, denn – wie ich in meinem Bericht: ‘Objektive fürs Leben‘ bereits ausführte: Die ‘Kamera fürs Leben’ gibt es heute leider nicht […]

  5. Georg Rekas 30. Oktober 2012 um 11:44 Uhr

    Ein sehr schöner Artikel mit vielen guten Ideen aber vor allem meiner Meinung nach der richtigen Einstellung. Ich kann diese Meinung nur unterstützen und freue mich, dass nicht alle dem Upgradewahn verfallen sind. Ich werde zukünftig öfter bei der Fotogemeinschaft reinschauen.

    Viele Grüße aus Hannover

    Georg Rekas (Hochzeitsfotograf)

  6. matis 9. Januar 2013 um 13:00 Uhr

    Hallo,
    da spricht mir einer was aus der Seele.
    Deswegen habe ich meine Olympus Festbrennweiten behalten und mit kleiner Auslaufmodell adaptiert.
    Schade, im Bericht wird von alten guten Optiken geschrieben,
    aber Olympus nicht benannt.
    Als Studen habe ich diese auf einer optischen Bank vergleichen können mit neueren Optiken.
    Wirklich sehr gut gewesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Matis, der Junge aus Norwegen

  7. Ralf Schlieper 11. Januar 2013 um 17:48 Uhr

    Ja stimmt ich habe Olympus noch etwas vernachlässigt; allerdings sind die Perlen von Olympus (wie z.B. das 100mm f/2.0 ED) auch meist sehr teuer.
    Momentan bereite ich jedoch einen ausführlicheren Artikel vor mit Listen von Objektiven für unterschiedliche Budgets unbd da werde ich die Olympus Perlen herausfischen… (soweit sie mir bekannt sind)

  8. Leland Gaunt 1. Mai 2013 um 19:39 Uhr

    Irgendwann traf die Entscheidung meine Canon EOS Ausrüstung mit einer Contax 167MT, sowie dem entsprechenden Planar 1,4/50mm zu ergänzen. Es war nie die Schärfe, die mich freudschreiend in der Dunkelkammer jubeln lies, wenn ich das Bild aus dem Fixierbad zog – es war die faszinierende Plastiziät der Aufnahmen und das unglaubliche Bokeh (etwas, was damals keiner kannte) (außerdem finde ich das Wort total bescheuert). Die Contax wurde um eine RX und dem 85mm ergänzt, die G1 folgte und mein Konto färbte sich zusehends rot.

    Heute bin ich wieder bei Canon Zuhause, die 5 MK II ist mein Baby. Noch immer trauere ich den tollen Contax Kameras nach, sowie auch den bezahlbaren Zeiss Linsen. Leider sind die Zeiss Optiken üppig teuer und nach meiner Einschätzung viel zu groß und schwer.

  9. Ralf Schlieper 2. Mai 2013 um 10:25 Uhr

    Sicher sind die Zeiss-Linsen für Canon teuer, schwer und ohne Autofokus.
    ABER
    1. gilt das auch für die guten L-Gläser von Canon und
    2. machst du eine Investition fürs Leben: Die Gehäuse gehen, aber die guten Optiken bleiben
    3. kannst du mit dem grandiosen Look eines Zeiss Distagon 35mm f/1.4 ZE/ZF.2 Preise gewinnen… (:-)
    4. kannst du z.B. ein Zeiss Makro-Planar 100mm f/2.0 ZE/ZF.2 gleich für 3 wesentliche Aufgabengebiete einsetzen: Porträt, Makro- und Produktfotografie, Landschaft

  10. […] A. Hoffmann hat es gewagt: Inmitten einer extrem Foto-TECHNIK fixierten Gesellschaft, in der Megapixel, Schärfe, neue Kameramodelle, Firmware-Updates, Autofokus-Optionen, Kameratests […]

  11. Tobias 21. Juli 2013 um 21:34 Uhr

    Sehr sachlicher und interessanter Artikel. Danke dafür!

    Was mich noch interessieren würde: Sind deine aufgeführten Optiken ebenfalls fürs qualitative Filmen geeignet, oder nur bzw. vorwiegend auf die Fotografie beschränkt?

  12. Ralf Schlieper 22. Juli 2013 um 07:09 Uhr

    Ich habe keine Ahnung vom Filmen aber was ich so aufgeschnappt habe sind die manuellen i.d.R. gut fürs Filmen geeignet; die neuen manuellen Zeiss sogar sehr gut, weil sie einen sehr weichen und langen Fokussierweg haben (ist glaube ich fürs Filmen ziemlich wichtig) Bei den Zooms stört z.T. das Autofokusgeräusch und das Geräusch des Image-Stabilisators. Viele Zooms und AF-Optiken haben auch keine gute Möglichkeit, manuell scharfzustellen. Dann gibts teilweise schabende Geräusche vom billigen Plastik… – Also schöne alte manuelle Nikkore oder eben die Zeiss-Optiken dürften sich gut eignen.

  13. Tobias 28. Juli 2013 um 13:17 Uhr

    Danke dir für die Rückmeldung. Sehe ich genauso, dass die manuelle Fokussierung auch klar dafür spricht. Von der Qualität der einzelnen Objektive und deren Bildern kann ichs noch nicht so richtig einschätzen. Bin da aber recht lernfähig und mal gespannt, was ich draus mache.

    Freue mich auf weitere Beiträge!

  14. Tobias 20. August 2013 um 07:40 Uhr

    Moin Ralf, ich bräucht bitte nochmal deine Meinung: Nach vielem hin und her, läuft es nun auf eine MKIII hinaus. Angesichts Filmerei und Sportfotos beim Bergebiken wollt ich sie nun doch. Würdest du das Canon 85mm f/1,8 als prinzipiell gute Kombi unterschreiben? Oder würdest du mir hier bewusst ein Anderes empfehlen? Ich bin schon sehr interessiert an den Zeiss, aber das muss noch ein paar Monate warten.

    Grüße, Tobias.

  15. Ralf Schlieper 3. September 2013 um 09:25 Uhr

    Moin moin Tobias,

    Vorab: wenn du es bei Amazon kaufst, wäre es nett, wenn du die Sachen über einen meiner Links hier bestellst… (:-)

    Speziell zum Bergebiken ist diese Kombi evt. suboptimal (;-), denn soooo stabil ist die Canon 5D MK III nicht; aber für Porträts jeder Art sicherlich sehr empfehlenswert. Sowohl das Traumflieger-Urteil als auch das Photozone Urteil sehen sehr gut aus:
    http://www.traumflieger.de/objektivtest/open_test/canon_85/overview.php
    oder hier Photozone 4 Sterne: http://www.photozone.de/canon_eos_ff/419-canon_85_18_5d?start=1

  16. carsten 18. September 2013 um 23:30 Uhr

    hallo, vielen dank für den toll geschriebenen artikel. ich fotografiere seit einiger zeit auch mit ner analogen eos 5. würdest du generell die selben empfehlungen linsenmäßig für die analogfotografie geben, oder gibt es da irgendwelche, mir unbekannte unterachiede? danke und ahoi…carsten

  17. Ralf Schlieper 19. September 2013 um 07:35 Uhr

    Hallo Carsten,
    bei Björn Rörslet kannst du sehen (z.B. hier: http://www.naturfotograf.com/lens_norm.html ), dass es manchmal für dieselbe Optik gewisse Unterschiede zwischen – sagen wir einer analogen F4 und einer digitalen D3 gibt (die älteren Optiken sind dann an den analogen meist noch etwas besser). Meist kannst du wohl davon ausgehen, dass moderne Vollformat-Sensoren den Objektiven noch mehr abverlangen als analoge Kameras und daher eine Optik, die gut am digitalen Vollformat funktioniert, mindestens ebenso gut an einer analogen taugt.
    Für Digicambesitzer ist das schöne an dem Ganzen, dass alte Objektivschätzchen manchmal überraschenderweise auch an modernen Digicams ganz tolle Ergebnisse bringen; das muss man dann im Einzelfall einfach selbst prüfen.

  18. […] nicht mit der Menge an verfügbaren Wechseloptiken und Kamerasystemen wächst, sondern mit dem möglichst intensiven Einsatz EINER sehr guten Optik an EINEM Kamera-System. Sammler von Fotoequipment sind selten gute […]

  19. Martin Richter 24. November 2013 um 21:28 Uhr

    Guten Abend,

    ein sehr schöner Blog.
    Er hat mich inspiriert und beim Finden meiner passenden Optiken geholfen.

    Gibt es für den langen Bereich ab 150 eine ebenso gute Empfehlung für Festbrennweiten? Dies würde mich brennend interessieren.

    Oder ist ein dem Bereich ein 70-200 schon „das Maß der Dinge“.

    Vielen Dank
    Gruß Martin

  20. Ralf Schlieper 25. November 2013 um 08:28 Uhr

    Hallo Martin,

    ab 150 gibt es einige Empfehlungen; bitte schreibe mir einfach an info@fotogemeinschaft.de deine genauen Anforderungen inkl. Budget.
    Dann schreibe ich dir meine Empfehlungen.

  21. Andreas 8. Januar 2014 um 17:06 Uhr

    Hallo,
    sehr schön geschrieben, es läßt mich doch zögern einen aktuellen Body mit xy Optik zu erwerben. Zumal das Budget eben doch begrenzt ist.
    Eine Frage zum Strategiemuster: Ist hier der Gesamtpreis gemeint?
    ( Body+Glas)
    Ich zitiere einen Absatz “
    Hier einige Beispiele dieser Beschaffungsstrategie:
    (A1)
    Street – Gemäßigtes Weitwinkel (28 – 35mm) – bestmögliche (ultimative) Bildqualität (MF)
    mit Canon Body (MF-Objektive für Street, Menschen in ihrer Umgebung etc.)

    Budget EUR 750,- : Nikon Nikkor 28mm 1:2.0 Ai (gebraucht) (mit Adapter) + Canon EOS 5D MK I (gebraucht)
    Danke und viele Grüße
    Andreas

  22. Ralf Schlieper 8. Januar 2014 um 17:48 Uhr

    Ja es ist der Gesamtpreis gemeint. Die Canon 5D MK I bekommst du für 500,- und das 28mm für ca. 250,- – Aber die Preise sollen nur Anhaltswerte sein. Sie ändern sich oft.
    Wenn Du aber eine ideale Kamera für Streetfotografie suchst mit einer Top-Bildqualität, dann biete sich anstattdessen für 650,- eine NEUE Ricoh GR (mit APS-C-Sensor) s. hier https://www.fotogemeinschaft.de/die-ricoh-gr-v-preiswerter-aber-ebenbuertiger-leica-ersatz/1529/

  23. Andreas Goldhausen 21. Januar 2014 um 14:14 Uhr

    Hallo Herr Schlieper,

    der Artikel gefällt mir ausnahmslos gut! Da meine Augen nicht mehr so mitmachen habe ich bisher Festbrennweiten von Canon 28mm 1,8 , 50mm 1,4 , 85mm 1,8 , als Body 60d, macht es Sinn eine 5d (keine II oder III) hinzuzuerwerben (für high ISO ist die 60d aus meiner Sicht besser, aber ansonsten Haptik, Sucher etc….)? Eine 6d wäre traumhaft ist aber derzeit unerschwinglich, da noch das 135mm 2,0 auf der Wunschliste steht. Analog fotografiere ich noch im FD-System was jedoch leider nur bei ruhigen Motiven geht. Gibt es da Empfehlungen (ich nutze derzeit meist das 50mm 1,4 , 24mm 2,8 und 85mm 1,8)?

  24. Ralf Schlieper 21. Januar 2014 um 14:34 Uhr

    Hallo Herr Goldhausen,

    eine alte 5D macht speziell bei Augenproblemen sicher keinen Sinn, da das Display sehr schlecht ist und der Sucher und die Bildqualität auch nicht vergleichbar mit der 5D MK 2 oder MK 3 oder 6D. Hier gibts eine Gegenüberstellung:
    http://snapsort.com/compare/Canon_EOS_5D-vs-Canon_EOS_60D/specs

    Um eine merkliche Verbesserung in der Bildqualität zu erzielen, kommt wohl nur eine gebrauchte 5D MK 2 oder eine 6D in Frage.
    http://snapsort.com/compare/Canon_EOS_5D_Mark_II-vs-Canon_EOS_60D/specs
    http://snapsort.com/compare/Canon-EOS-6D-vs-Canon_EOS_60D/specs

    Ich persönlich würde bei Budgetknappheit eher die 60D verkaufen und mir eine neue 6D kaufen. Eine neue 6D kostet 1400,- und die 60D bringt vermutlich noch 500,-.
    Die genannten Festbrennweiten müßten (bis auf das 28mm 1.8 im ) noch gut mit dem Vollformat harmonieren. Das 28mm 1.8 würde ich nicht an Fullframe einsetzen, sondern es verkaufen und gegen das neue 28mm 2.8 IS eintauschen, dass vollformattauglich ist.
    s. den Photozone Test des älteren 28mm 1.8: http://www.photozone.de/canon_eos_ff/726-canon28f18eos5d?start=2

    VG
    Ralf

  25. Andreas 6. Juni 2014 um 10:38 Uhr

    Hallo Herr Schlieper,
    habe mich bis dato mit einer Neuanschaffung zurück gehalten, nun allerdings möchte ich doch investieren. Mir schwebt eine Canon 6D vor, allerdings bin ich beim Objektiv doch sehr unsicher. meine Motive suche ich in der Natur-Landschaft, und gern Street. Kein Sport, nichts schnell bewegendes.
    Was würden Sie empfehlen?
    Vielen Dank

  26. Ralf Schlieper 6. Juni 2014 um 16:42 Uhr

    Hallo Andreas,
    die Empfehlung hängt von deinem Budget und deinen Fotografiergewohnheiten ab.
    A. Gesamtbudget für Objektive?
    B. Festbrennweite lichtstark höchste Qualität oder lieber Zoom bequem und nicht so lichtstark
    C. AF ein MUSS oder gehen auch manuell fokussierende?
    D. Kommen preiswerte Adapterlösungen von Gebrauchtobjektiven in Frage

    VG Ralf

  27. Andreas 7. Juni 2014 um 18:25 Uhr

    hallo Ralf,
    danke für deine Rückfrage.
    Hauptsächlich fotografiere ich Landschaft/Natur auch bei schlechtem Wetter,
    und Street .
    a.)mein Gesambudget beträgt 2500.- f.Body und Objektive.
    b.) lieber lichtstarke Festbrennweiten /Objektive
    c.) AF ist kein Muss
    d.) auch Adapterlösungen möglich, wobei ich hier noch keine Erfahrung habe.

    Viele Grüße
    Andreas

  28. Ralf Schlieper 3. Juli 2014 um 13:29 Uhr

    Da liegt die Kombination aus der Canon 6D und dem neuen Canon EF 35mm f/2.0 IS (oder alternativ dem Canon EF 28mm f/2.8 IS oder Sigma 35mm f/1.4 Art), denn die können sowohl für Street als auch für Natur gut eingesetzt werden.
    Da bleibt dann von dem Budget noch was übrig? ich glaube, für eine gute Porträtlinse wäre noch Geld da: Entweder für ein 50mm (Deluxe wäre hier das neue Sigma 50mm f/1.4 Art aber das preiswerte Canon EF 50mm f/1.4 USM ist auch eine gute Wahl) oder ein 85 bzw. 100mm (die beiden Canon 85mm f/1.8 oder 100mm f/2.0 sind zu empfehlen) Was ganz besonderes in derselben Preisklasse wäre ein Nikon MF Nikkor 85mm f/1.4 Ai-S (ca. 400-500,-)

  29. […] keine sich überschneidenden Kamerasysteme (z.B. DSLR-System UND DSLM-System ) […]

  30. Thomas 16. Oktober 2014 um 11:51 Uhr

    Warum empfiehlst Du nur Canon Gehäuse in deiner Beschaffungsstrategie? Aus eigener Erfahrung mit den Gehäusen oder mangels Erfahrung mit Anderen?

  31. Ralf Schlieper 16. Oktober 2014 um 15:40 Uhr

    Canon (und Sony teilweise auch) ist halt praktisch, weil sich viele Fremdobjektive (auch preiswerte ältere Nikkore etc.) adaptieren lassen und weil ich mehrere davon eingesetzt habe; aber eigentlich möchte ich von der Fixiertheit auf Gehäuse und Marken weg; die Zukunft sehe ich eher in hochwertigen Objektiven: Ein Zeiss Makroplanar 100mm f/2.0 oder ein neues Sigma 50mm 1.4 ART ist sowohl an Canon als auch an Nikon oder Sony-Gehäusen hervorragend. Zukünftig werden wohl auch kleinere Kameras wie etwa die Ricoh GR V (APS-C Sensor) wichtiger, bei denen die nicht wechselbare Festbrennweite auf den Sensor optimiert ist.

  32. Andreas 24. November 2014 um 20:28 Uhr

    hallo Ralf,
    es hat nun lang gedauert bis alles entschieden war, aber nun ist die 6D bei mir.
    Dazu habe ich mir ein Canon EF 2/35mm Objektiv und ein Leica Elmarit 2.8/6omm Objektiv (+Adapter) gekauft.
    Vielleich hast du noch einen bezahlbaren Weitwinkel -Geheimtipp auf Lager; gerne eine adaptierbare manuelle Linse.
    Viele Grüsse
    Andreas

  33. Ralf Schlieper 24. November 2014 um 22:09 Uhr

    Zur WW-Frage: Da würde ich das Nikon Nikkor 24mm 1:2.8 Ai-S mal anschauen; man bekommt es teilweise für 150,- und es ist dafür sehr gut.
    Noch weitwinkliger da gibts leider kaum etwas preiswertes und Gutes unter 350,- – vielleicht noch das Nikon Nikkor 20mm f/ 3.5 Ai-S.
    Ansonsten die beiden derzeit besten sind: Zeiss 21mm f/2.8 (ZE oder ZF.2) oder das neue Nikon AF-S Nikkor 20mm f1.8 G ED (für Canon nicht so gut adaptierbar)

  34. Andreas 3. Dezember 2014 um 18:31 Uhr

    Hallo Ralf,
    danke für die Empfehlung. Welcher Adapter passt bei dem Nikkor 24mm am besten?
    Viele Grüße
    Andreas

  35. Ralf Schlieper 3. Dezember 2014 um 19:14 Uhr

    Ich habe davon einige:
    http://www.ebay.de/itm/Big-is-EMF-AF-Confirm-Nikon-AI-S-F-Lens-to-Canon-Eos-5d-550d-Mount-Adapter-Cap-/120998028017

    Gute Bedienungsanleitung zur Einstellung des Adapters findest du hier: http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=14759

    L. Gruss Ralf

  36. Rolf 21. Februar 2015 um 10:42 Uhr

    Hallo Ralf,
    Glückwunsch zu dem schönen Artikel und Blog. Frage: Ich liebäugle mit einer Sony Alpha 7S oder einer Alpha 99. Zur Zeit nutze ich eine D7000 mit gängigen Zooms. Hab mir wegen dem STF 135er Sony mit dem tollen Smooth Trans Focus extra eine Sony Alpha 850 gekauft. Einzigartiges Objektiv. Leider nichts für schwaches Licht. Ich fotografiere am liebsten bei schwachem Licht. Ich hasse Blitzeinsatz. Daher interessiert mich die Alpha 7S. Welche Kombination aus Objektiven und Body empfiehlst Du für das Fotografieren von Street und Porträt bei schwachem Licht? Wie ist es mit der Adaptierbarkeit der besprochenen Zeiss-Optiken an Sony E- und A-Mount? Danke.

  37. Ralf Schlieper 26. Februar 2015 um 16:55 Uhr

    HAllo Rolf,

    grundsätzlich würde ich darauf achten, nicht mehr als EIN (1!) System mit Wechseloptiken (und ggf. eine (1) Minikamera für unauffälliges Fotografieren) zu besitzen. Alles andere führt zu unnötigen Kosten.

    Hier ist eine Übersicht zu neuen Optiken der Alpha 7S
    http://www.netzwelt.de/news/148854-sony-neue-vollformatobjektive-alpha-7-serie-photokina-vorgestellt.html

    Und hier ein all. Beitrag zu den Optiken.
    http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showtopic=27781
    http://www.mhohner.de/sony-minolta/lenses.php

    Ich würde teure Zeiss-Optiken (wenn du sie nicht schon hast) nicht unbedingt an Sony adaptieren, zumal es fürs Sony-Bajonett bereits sehr gute Zeiss Linsen gibt.

  38. Rolf 6. April 2015 um 10:09 Uhr

    Lieber Ralf, danke für Deine Antwort. Was würdest Du mit Deinem Wissen für meine speziellen Wünsche wählen, wenn ich meine alten Sachen verkaufen und mich neu ausrüsten wollte:
    Ich fotografiere gern bei schwachem Licht in Innenräumen oder bei Abendstimmungen, Altstadt, Bars, Menschen. Keine langen Kompositionen sondern Schnappschüsse, später beschnitten. Ich hasse Blitzeinsatz. Welche Kombination aus Objektiven und Body empfiehlst Du für das Fotografieren von Street und Porträt bei schwachem Licht?

    Das dritte Haupteinsatzgebiet ist genau entgegengesetzt: Urlaubsfotos in Regionen bei bestem Licht (Asien, Griechenland), Motive für spätere Poster in meiner Wohnung und Geschäft, z.B. von Treibholz, Fischer mit Beute am Strand, Menschen an Holzbooten etc …. . Besonders gelungene Bilder lasse ich gerne als Wandbilder aufziehen, wenn es die Pixel hergeben, dann auch gern mal groß.

    Eine Kamera für immer dabei, klein, unauffällig, leicht. Die andere leistungsorientiert, leider eben auch schwer und groß. Besten Dank für die Antwort.

  39. Ralf Schlieper 7. April 2015 um 08:28 Uhr

    Hallo Rolf, die Sony Alpha 7s ist sicher eine sehr gute Lowlight-Kamera (mit besonderem Schwerpunkt auf Video); sie ist jedoch sehr teuer (ca. 2000,- ) und es gibt nur eine recht geringe Objektivauswahl; Die guten Zeiss-Linsen sind auch bei der Sony sehr teuer und nicht gerade klein. Zudem scheint mir die Sony zwar kleiner, aber mit einer lichtstarken Optik nicht unbedingt wesentlich handlicher als eine Nikon D750 oder Canon 6D bzw. 5D MK 3. Die Einsatzgebiete, die du nennst, erfordern einen großen Fullfreame-Sensor (extreme Lowlight-Fähigkeiten und Postervergrößerungen). Für Postervergrößerungen ist die Sony Alpha 7s dann wiederum weniger gut geeignet, weil nur 12 MP. (aber auch damit sind Poster möglich)
    Wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich BEIDE Kamerasysteme (Sony Alpha 850 und Canon D7000) verkaufen und mir eine Nikon D750 ‚holen‘, die BEIDE Einsatzgebiete hervorragend abdeckt (alternativ eine Canon 6D oder 5D MK 3). Als Low-Light-Objektiv für ‚atmoshärisches Nachtleben‘ gibt es bei Nikon eine große Auswahl (Nikon 50mm 1,2 Ais, Nikon 50mm AF 1.4 G, Zeiss Otus 55mm 1.4, Zeiss Distagon 35mm 1.4 etc.) Das hängt dann von deinem Budget und den Vorlieben ab (AF nötig oder nicht, Festbrennweite oder Zoom etc.)

    Bei der 5D MK 3 bzw. 6D (falls dir Canon sympatischer ist als Nikon) kannst du den schlecheren Dynamikumfang (gegenüber der Nikon D750) ausgleichen mit dem Tool Magic Lantern (https://builds.magiclantern.fm/#/features und mein kleiner Artikel dazu: http://www.fotogemeinschaft.de/blog/magic-lantern-zusatz-software-fuer-canon-kameras-ein-anwender-tagebuch/1699/), was allerdings ein bißchen kompliziert ist. Nikon hat von Hause aus den besseren Dynamikumfang ohne Magic Lantern Gefrickel.

    Aber wie gesagt, das sind nicht so sehr qualifizierte technische Gründe als meine persönliche Einschätzung bzgl Praktikabilität. Mehrere Kamerasysteme mit unterschiedlichen Bajonetten für Wechseloptiken halte ich für ‚uns als Hobbyfotografen‘ für nicht besonders sinnvoll; man verzettelt sich kostenmäßig und sollte das Geld lieber in praxisorientierte Fotoseminare zu seinen Lieblingsmotiven stecken, um einfach ein bißchen von Profis zu lernen…

    Der innere Drang zu fotografieren (mit einem festumrissenen fotografischen Ziel vor Augen – einer fotografischen ‚Vision‘) und aus dem vorhandenen Equipment das Bestmögliche herauszuholen, ist letzlich wichtiger als alles Equipment.
    Somit denke ich, dass du auch mit deinen vorhandenen Kameras mit entsprechenden Kenntnissen gute Nachtaufnahmen und tolle Poster erzeugen kannst. (;-)

  40. Rolf 9. April 2015 um 05:35 Uhr

    Danke Ralf für die prompte Antwort. Die Fotografin, die mein Geschäft professionell betreut, stellt ihre Ausrüstung von Nikon auf Canon um trotz der erheblichen Kosten, mit der Begründung, daß Canon einfach die gefälligeren Ergebnisse liefert. Offenbar nutzt die Mehrheit der Profis Canon, obgleich sich die Technik anscheinend nicht viel gibt, warum ist mir nicht klar, nach den objektiven Kriterien bietet Nikon eher mehr fürs Geld. Ob das an den Gläsern liegt oder an dem Body/Sensor, daß die Bilder gefälliger erscheinen, habe ich bei ihr nicht erfragt. Hat sich das mit der D 750 geändert ?

  41. Ralf Schlieper 13. April 2015 um 10:26 Uhr

    Hallo Rolf,
    den Weltmarkt an Systemkameras teilen sich derzeit Canon + Nikon zu je 35% und Sony mit 12% ziemlich gut auf.
    http://www.photoscala.de/Artikel/Der-Kameramarkt-2014
    Ob ein (professioneller) Fotograf Nikon oder Canon benutzt, hängt sicher in hohem Maße von seinen ganz spezifischen Bedürfnissen ab. Deiner Fotografin gefallen vielleicht die Hauttöne von Canon besser, die sie out-of-the box erhält (bei Nikon müßte sie vielleicht im RAW-Converter ein bißchen zu viel manipulieren, um denselben Hautton zu erhalten), dem nächsten Profi-Fotografen gefällt der Dynamikumfang von Nikon besser. Mir fehlen grade Zahlen zur professionellen Nutzung beider Systeme, aber ich denke auch hier wird sich das fast gleich aufteilen.

    Viel wichtiger als die Entscheidung für eine der 3 großen Marken (Nikon Canon Sony) ist
    A. dein fotografischer Blick
    B. die Wahl des Raw-Konverters und sein optimaler Einsatz
    C. die Anwendung von Tools (wie z.B. Magig Lantern) oder
    D. deine spezifischen Nachbearbeitungsfähigkeiten in Photoshop etc.
    E. Deine eigenen besonderen Vorlieben bzgl. Gehäusen und Workflow

    Um sicher zu gehen, ob z.B. die D750 deinem ‚Stil‘ entspricht, mußt du sie dir einfach mit einem guten Objektiv ausleihen, einen ganzen Tag damit fotografieren und die Fotos einspielen, nachbearbeiten und ausdrucken – also den kompletten Workflow durchspielen.

    Mir persönlich gefällt der einfache Workflow von Canon mit dem EOS-Utility sehr gut; außerdem schätze ich das flexiblere Bajonett von Canon, dass die Adaptierung von Fremdobjektiven zuläßt.
    Bei Nikon (besitze ich nicht) gefallen mir die Gehäuse besser (scheinen mir robuster als die von Canon); auch der Dynamikumfang ist besser. Ich habe mit meinen 3 Canon Kameras (5D MK 1/2/3) aber nie irgendwelche Probleme gehabt und außerdem jetzt 2 teure Zeiss-Linsen mit dem Canon Bajonett; daher kompensiere ich den schlechteren Dynamikumfang einfach mit Magic Lantern.

  42. Andreas G. 17. April 2015 um 09:41 Uhr

    Hallo Herr Schlieper,

    Sie haben mir bereits vorüber einem Jahr gesagt auf zu neuen Ufern hin zum Vollformat und nun nutze ich gerne beides, Vollformat für Portraits, Kinder, Natur etc. und Crop für Sport(Hallenhandball, Fussball etc.) ich habe bisher Festbrennweiten von Canon 50mm 1,4 , 85mm 1,8, 100mm 2,8 Macro L, 135mm 2,0. Von meinem Canon 28mm 1,8 habe ich mich auf Ihren Rat hin getrennt und benutze an Crop nun das 24mm 2,8 STM als immerdrauf. Das Canon 28mm 2.8 IS, das Sie mir seinerzeit empfohlen haben empfinde ich als recht „lichtschwach“, wie schlägt sich aus Ihrer Sicht im Vergleich dazu das Sigma 35mm 1,4?
    Du empfiehlst eine Minikamera für unauffälliges Fotografieren, was hälst Du da von der 100d mit dem 24mm Pancake?
    Und dann habe ich da noch eine Frage zu MagicLantern, in wie weit erweitert es den Dynamikumfang? ich überlege es an einer gebrauchten 40d/50d auszuprobieren.
    Vielen Dank im Voraus und
    LG
    Andreas

  43. Ralf Schlieper 18. April 2015 um 08:58 Uhr

    Hallo Andreas,
    ich persönlich würde – wenn Größe und Preis keine Rolle spielt – die beiden Sigma ART Objektive (24mm 1.4 und 35mm 1.4) den lichtschwächeren Canon Versionen vorziehen. Im 28mm Bereich wäre das Zeiss 28mm f/2.0 (manuell) für mich derzeit die interessanteste Option. Das Zeiss hat zwar ein Problem mit der Bildfeldwölbung (s. Test auf Photozone), ist aber trotzdem eines der besten, brilliantesten lichtstarken 28mm-Objektive. Da ich viel die Ricoh GR einsetze (die ein hervorragendes 28mm Objektiv hat) kann ich mir derzeit ein 28mm ’sparen‘.

    Bzgl. der Canon 100D + Pancake: Kannst du diese Kombi in die Westentasche stecken? Eine Minikamera ist es definitiv nicht; ob diese Kamera für dich besser geeignet ist als eine Ricoh GR od. ä. Mini-Kameras mit APS-C Sensor, hängt von deinen persönlichen Präferenzen ab; hier mal ein Vergleich: http://snapsort.com/compare/Canon-EOS-100D-vs-Ricoh-Pentax-GR-Limited-Edition

    Magic Lantern scheint es derzeit nur für die 50D zu geben (https://builds.magiclantern.fm/#/features ) ; richtig eingesetzt (nicht so trivial…) führt die Dual-ISO Funktion bei meiner Canon 5D MK 3 zu einem deutlich verbesserten Dynamikumfang bzw. zu deutlich geringerem Rauschen in den Schwarzbereichen; wie das bei der 50D ist, weiß ich nicht (schau mal hier: http://www.fotocommunity.de/forum/d-slr-fortgeschritten/eos-magic-lantern-50d-video-intervall-audioausloeser—89993 ) . Auch muss sich jeder des Risikos bewußt sein, dass eine solche Fremdanbieterfirmware im schlimmsten Fall auch die Kamera schrotten kann (z.B. durch Erhitzung den Prozessor verschmoren); daher mein Tipp ohne Gewähr auf eigenes Risiko…

  44. Andreas G. 21. April 2015 um 11:49 Uhr

    Hallo Ralf,

    vielen Dank für Deine prompte Antwort!
    Na ja Größe und Preis spielt immer eine Rolle aber Du hast es dennoch klar bestärkt, ich werde mich auf die Suche nache einem Sigma 35mm 1,4 mache. Das hatte ich bereits leihweise und fand es haptisch wie optisch sehr gut.

    Damit, dass die 100d nicht in jede Jackentasche passt hast Du natürlich recht. (In die Taschen meiner Outdoorjacke passt allerdings bereits ne 60d mit dem Pancake) Meine Frage betraf eher die Leistungsfähigkeit der 100d, was aber durch Deinen Link auch klar geworden ist. Gefällt mir einfach gut wenn die Kamera in`s System passt und gleichzeitig ´ne Brennweitenverlängerung (1,6fach) zu meiner Vollformatkamera bei geringst möglichem Gewicht darstellt.

    Das Risiko bei Magic Lantern hab´ich im Blick daher der Gedanke es erst einmal an ´ner 50d zu testen.

    Liebe Grüsse
    Andreas

  45. Ares 10. Mai 2015 um 19:32 Uhr

    Hallo Ralf,
    ich habe ein paar Voigtländer Skoparex Linsen mit Qbm Bajonett vererbt bekommen, unter anderem ein Skoparex Color 21mm f/4.
    Um diese zu nutzen habe ich eine Canon 5D gebraucht erstanden. Auf die Lieferung des Adapters warte ich noch.
    Was hälst du von dieser Kombination?
    Als Hauptsystem nutze ich eine Oly EM1.
    Grüße
    Andreas

  46. Ralf Schlieper 11. Mai 2015 um 08:01 Uhr

    Hallo Andreas, was ich auf die Schnelle gelesen/gefunden habe, scheint es bei Rollei QBM-Linsen und den Adaptern an Canon Probleme bei der Unendlicheinstellung zu geben;

    http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=18181
    http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=19499
    http://www.sonynex.ru/index.php?showtopic=10017&hl=%2Brollei+%2Brolleinar-mc
    http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1022471
    http://forum.mflenses.com/rollei-21-4-canon-eos-5d-t40250.html

    Ich weiß auch nicht, ob das 21mm nicht an den Spiegel der 5D oder einer 5D MK 2 + 3 anschlägt. Würde mich über einen Erfahrungsbericht mit dem Adapter freuen (als Kommentar hier…); es gibt im WW-Bereich 19-21mm nahezu keine ‚Schnäppchen‘ im Gebrauchtmarkt. Für mich gibt es derzeit bei Canon und Ultra-WW nur einen Weg zur Qualität: Sparen auf das Zeiss Distagon 21mm f/2.8.

    Eine gute und preiswerte Möglichkeit im Canon WW-Bereich gibt es jedoch noch, die ich kenne: das Nikon 24mm f/2.8 Ais oder Ai. Auch das Canon 17-40mm f/4 könnte man nehmen (wenn man auf Bl. 11 abblendet (;-)) bringt es brauchbare Ergebnisse… Und dann gibt es noch das brauchbare Samyang 14mm f/2.8 zumindest für Naturfotografie (nicht für Architektur)
    http://www.photozone.de/canon_eos_ff/532-samyang14f28eosff?start=2

  47. Andreas G. 10. Juli 2015 um 08:03 Uhr

    Hallo Herr Schlieper,

    Sie haben mir bereits mehrfach durch Ihren Artikel und Ihre Hinweise per mail sehr bei der Entscheidungsfindung geholfen. Ich nutze derzeit eine EOS-Vollformat-Kamera für Portraits, Kinder, Natur etc. und ein Crop-Kamera für Sport(Hallenhandball, Fussball etc.) ich habe folgende Festbrennweiten Canon EF-S 24mm 2,8 STM, Sigma 35mm 1,4 Art (ein Traum, sehr gute Empfehlung von Ihnen, hat mein EF 28mm 1,8 ersetzt) Canon 50mm 1,4, 85mm 1,8, 100mm 2,8 Macro L, 135mm 2,0.
    Von meiner sehr guten analogen Ausrüstung habe ich mich getrennt, da ich seit der Vollformatkamera damit nicht mehr gearbeitet habe.
    Was mir in letzter Zeit häufiger fehlt ist ein Standardzoom 24-70 und ein Telezoom 70-200. Haben Sie da Empfehlungen. Gibt es Ihre „Liste“ noch?
    Können Sie mir dei Bankverbindung zukommen lassen und diese nach Geldeingang zusenden?
    Viele liebe Grüsse Andreas
    P.S. eine passende 50d für magic lantern hab ich noch nicht gefunden, eine 100d ausprobiert und bin mir noch unschlüssig, da ich dnn doch wegen des AF lieber eine von den grossen mitgenommen habe….

    Vielen Dank im Voraus und
    LG
    Andreas

  48. Ralf Schlieper 10. Juli 2015 um 11:26 Uhr

    Freut mich zu hören, dass Ihnen die Tipps etwas gebracht haben… – Ich habe Ihnen eine Mail gesandt…

  49. Luigi Di Lorenzo 7. Oktober 2015 um 13:30 Uhr

    Hallo Herr Schlieper,
    vielen Dank für Ihren Blog. Da ich eine Canon EOS 6D geerbt habe (und diese -nach jahrelanger Kameralosigkeit- auch behalten möchte), würde ich mich freuen, wenn ich je eine Empfehlung in den Brennweitenbereichen 21-25mm, 28-35mm, 50mm und 85-135mm erhalten könnte, die in Kombination mit der 6D die besten Ergebnisse liefern (optimalerweise Festbrennweiten – manuell oder automatisch fokussiert – ggf. auch Makro-Linsen mit einer Lichtstärke größer/gleich f2,0).
    Das Budget spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle (was nicht bedeutet, dass unbegrenzte Mittel zur Verfügung stehen, sondern dass die einzelnen Objektive nach und nach angeschafft werden sollen – so, wie es die finanzielle Lage eben zulässt)

    Nach Lektüre Ihrer bisherigen Empfehlungen kommen wohl die Zeiss-Objektive (21/2,8 ZE, 28/2,0 ZE, 100/2,0 ZE Makro und 135/2,0 ZE Apo) und die Sigma-Objektive (24/1,4 Art, 35/1,4 Art und 50/1,4 Art) durchaus in Frage (wobei ich ihre Einschätzung des Zeiss 25/2,0 ZE leider nicht kenne – die mich jedoch sehr interessieren würde).
    Eventuell gibt es aber noch andere Perlen, die es sich lohnt, anzuschauen?

    Adaptern (wie auch Extendern) gegenüber bin ich (mangels Erfahrungen) erstmal skeptisch.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    vielen Dank & freundliche Grüße
    Luigi

  50. Ralf Schlieper 7. Oktober 2015 um 16:16 Uhr

    Hallo Luigi,
    eine schöne Liste der für die Canon 6D gut geeigneten Objektive findest du hier:
    http://www.dxomark.com/Reviews/Best-lenses-for-your-Canon-EOS-6D

    Mit meinen Empfehlungen möchte ich mich so lange zurückhalten, bis ich weiß, was du genau fotografieren möchtest (Makros, Porträts, Landschaften, Kinder, Tiere, Sport etc.) bzw. welche Schwerpunkte für dich am wichtigsten sind. Für jeden Bereich machen ggf. andere Empfehlungen Sinn.
    Auch sind Faktoren wir Gewicht der Ausrüstung für immer mehr Fotografen ausschlaggebend…
    Herzl. Gruss
    Ralf

  51. Luigi Di Lorenzo 8. Oktober 2015 um 07:19 Uhr

    Hallo Herr Schlieper,
    vielen, vielen Dank für den Link und die prompte Antwort.
    Ich bin oft draußen in der Natur und fotografiere dort gern stimmungsvolle Landschaften (Felder, Berge, Seen, Meer, Küste, Boote, Bachläufe, Wald, Pilze, Sonnenauf- und untergänge, aber auch Burgen, …), gelegentlich auch Makros (Libellen, Schmetterlinge, Käfer, Blummen, …). Wildtiere, Sport und Porträts sind dagegen nicht so mein Schwerpunkt.
    Trotz italienischer Vorfahren bin ich recht kräftig – das Gewicht der Ausrüstung spielt daher eine etwas geringere Rolle, als die Qualität der fertigen Bilder.
    Mein Ansatz ist der: Es geht nix über gutes Werkzeug – nur besseres Werkzeug!
    Ich bin auf Ihre Empfehlungen schon gespannt.
    freundliche Grüße
    Luigi

  52. Ralf Schlieper 8. Oktober 2015 um 12:46 Uhr

    Hallo Luigi,

    für stimmungsvolle Landschaften in höchster Qualität ist ein Autofokus nicht erforderlich; daher bieten sich 2 Optiken an
    A1. Zeiss Distagon Milvus 21mm f/2.8 (ZE Canon) (das neue mit Spritzwasserschutz)
    B. ein Set hochwertiger Grauverlaufsfilter
    C. Regenschutz für Kamera und Objektive
    D. Ein sehr stabiles und hochwertiges Stativ**

    E. Optional: B. Zeiss Makro-Planar T* 100mm f/2 Milvus (ZE Canon) (das neue mit Spritzwasserschutz)

    Ich würde mit A-D (also genau EINEM hervorragenden Zeiss Milvus 21mm) beginnen und dann mal schauen, wie sich damit deine Landschaftsfotografie entwickelt. (;-)
    Grundprinzip: Objektivpark so klein wie möglich halten, dafür aber die ‚Belichtungskompetenz‘ und die ‚Motivkompetenz‘ so gut wie möglich entwickeln.

    E. Zeiss Makro-Planar T* 100mm f/2 Milvus st auch GLEICHZEITIG eines der besten Makros auf dem Markt und als Porträtlinse ist es auch sehr gut verwendbar.
    DAS kannst du aber auch später erwerben; erst mal mit dem 21mm ultimative Zeiss-Erfahrung sammeln; Beste Blende beim Zeiss für Landschaft (5.6)
    Also hast du es einfach: Zeiss 21mm Objektiv auf Bl. 5.6 stellen und der Rest ist nur noch eine Frage der Motivsuche und der Beherrschung von Himmel (Grauverlaufsfilter!) und Lichtstimmungen.

    Für die Erhöhung des Dynamikumfanges deiner Landschaftsaufnahmen wäre noch das Tool Magic Lantern sinnvoll:
    http://www.magiclantern.fm/
    Dual Iso und ETTR: http://www.magiclantern.fm/forum/?topic=7139.0

    LG Ralf

    PS: Wenn du über Amazon kaufen willst, wäre es nett meine ‚Suche-bei-Amazon-Box zu verwenden zu verwenden…

    ** hier findest du Tipps zu Sachtler Tripods vom Spezialisten:
    http://www.naturfotograf.com/equip.html

  53. Luigi Di Lorenzo 19. Oktober 2015 um 15:18 Uhr

    Hallo Herr Schlieper,

    vielen Dank für Ihre Empfehlung.

    Ich hatte bereits das Vergnügen diverse Zeiss-Objektive ausführlich zu begutachten. Mechanisch ein Traum.
    Allerdings haben Metall und viel Glas durchaus ein gewisses Gewicht 😉
    Mir machen ein paar andere Dinge noch etwas Kopfzerbrechen:
    – Das 21/2,8 Milvus ist derzeit noch nicht lieferbar (entsprechende Erfahrungen/ Reviews fehlen daher, wobei ich davon ausgehe, dass die optischen Qualitäten wohl nicht unter dem des klassischen 21/2,8 anzusiedeln sein werden).
    – Gebraucht ist es leider noch nicht zu bekommen.
    – Es ist das mit Abstand teuerste Objektiv in dieser Brennweitenliga. Ich frage mich: Rechtfertigt die bessere Bildqualität den doch deutlichen Preisaufschlag gegenüber „vergleichbaren“ Optiken?
    – Es ist auffällig und ebenso begehrt (Diebstahlwahrscheinlichkeit)
    – ja, das automatische fokussieren ist bei der Brennweite nicht wirklich problematisch (insbes. ab Blende f:5.6), trotzdem gibt es Berichte, dass die Schärfebestätigung der Kamera (EOS 6D) nicht immer 100%ig funktioniert. Eine Austauschmattscheibe mit SBI oder Prismen wäre ganz hilfreich (was weitere Kosten verursacht) – gut, alternativ kann man ja im LiveView fokussieren (dann zu Lasten der Akkulebensdauer)
    – die Lichtstärke von 2.8 ist für Landschaften völlig in Ordnung
    – als doch recht starkes Weitwinkel bietet es natürlich dramatische Perspektiven, ist dabei aber nicht ganz so universell einsetzbar, wie ein 24mm, 25mm oder vielleicht gar 28mm-Objektiv (Verzeichnungen, stürzende Linien, lange-Nasen-Effekt, CAs, wenn auch mehr oder weniger gut korrigierbar)

    Natürlich haben Sie das Zeiss empfohlen, weil ich Bildqualität als oberste Priorität genannt habe und weder das Gewicht, noch der Preis wirklich relevant waren.

    Da das Fotografieren aber leider „nur“ ein Hobby für mich ist, hatte ich gehofft, dass Sie mir neben dem mit Sicherheit überragenden Zeiss Milvus 21/2,8 ZE noch einen „Geheimtipp“ mit auf den Weg geben können, der optisch mit nur geringen Abstrichen verbunden, preislich aber einen spürbare Vorteil mit sich bringt. 😉
    Als MF-Linse hatte ich das Voigtländer 20/3,5 SL II im Blick, als AF-Version eventuell das neue Sigma 20/1,4 Art oder (nicht ganz so weitwinklig) das preislich schon sehr grenzwertige Zeiss 25/2,0 ZE oder das Sigma 24/1,4 Art.
    Vielleicht gibt es aber noch andere hochinteressante (vielleicht auch ältere) Optiken, die zum fairen Preis einen excellenten Job verrichten?

    Ein Objektiv über 1.000,- EUR Anschaffungspreis würde ich sicher behandeln, wie ein rohes Ei und vermutlich manchmal lieber im Schrank lassen, damit es auf keinen Fall Schaden nimmt. Das wäre aus meiner Sicht dann wiederrum zuviel des Guten.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    vielen Dank &
    freundliche Grüße
    Ihr
    Luigi

    PS. Zu den Argumenten „Regen“ und „Stativ“: Ich verwende ein Gitzo Dreibein und oft einfach auch einen Ricebag.
    Bei Regen helfen ein Schirm und ein paar Mülltüten oder ein zerschnittenes, altes Regencape oder auch PE-Folie mit Gewebe über das gröbste Hinweg – klar ist abgedichtet immer noch eine Spur widerstandsfähiger – aber da ich mit dem Equipment eher behutsam umgehe (obwohl ich kein Schön-Wetter-Fotograf bin!), kommen Kamera und Objektive eher selten mit Wasser in Kontakt – eher mit Kälte, Hitze oder hoher Luftfeuchte

  54. Luigi Di Lorenzo 19. Oktober 2015 um 15:20 Uhr

    Fast vergessen: Der Hinweis mit Magic Lantern war sehr hilfreich!
    Dankeschön!

  55. Ralf Schlieper 20. Oktober 2015 um 11:22 Uhr

    HAllo Luigi,

    gerade bei 20mm oder 21mm würde ich keine Kompromisse eingehen, weil bei Naturfotografie Microkontrast, Schärfe und ‚Look‘ der Optik sehr wichtig sind. Und für Canon hast du da kaum Auswahl an Schnäppchen; kurz gesagt: Es gibt KEINE wirklichen Preis-Leistungs-Schnäppchen im 20mm-Bereich für Canon, wenn du sehr hohe Qualität möchtest. Im 24mm Bereich gibt es ein empfehlenswertes Nikon-Schnäppchen, das du mit Adapter gut verwenden kannst.

    Beim Zeiss 21mm f/2.8 ZE muss es ja nicht das Milvus sein, sondern das Classic gebraucht gibt es teilweise für um die 1000,-
    Du kannst dieses Objektiv sehr vielfältig einsetzen… und es ist für Canon definitiv eines der besten Superweitwinkel.

    Das Voigtländer 20/3,5 SL II ist nicht wirklich gut; man kann es einreihen in die Preisklasse der 300-500 EUR Super-WW-Objektive mit einer nur mittelmäßigen Bildqualität aber dafür einer hohen Portabilität.
    Auf einer Skala von 5 Sternen nur 2-3. Weitere in diesem Segment mit Adapter an der Canon zu betreiben (alle aber am besten abgeblendet auf 5.6 oder Bl. 8 bzw. 11):
    – Nikon Nikkor 20mm f/3.5 Ais (gebraucht ca. 300-400 EUR)
    – Nikon Nikkor 20mm f/2.8 Ais (gebraucht ca. 300-500 EUR)
    – Olympus Zuiko Auto-W 1:3,5/21 mm (gebraucht ca. 300-400 EUR)

    +++++++++++
    Canon 20-35mm Canon EF 20-35mm/ 3,5-4,5/ USM (gebraucht ca. 150-250,- EUR) – erstaunlich scharf allerdings erst bei Bl. 11
    Canon 17-40mm f/4 (neu ca. 500-600,- EUR) – akzeptable Schärfe allerdings erst bei Bl. 11)

    Alle die o.g. Optiken kannst du aber i.d.R. an 36 MP oder gar 50 MP vergessen. Die Winzigkeit der o.g. Festbrennweiten bedingt optische Kompromisse, die sich am digitalen Vollformat schlecht auswirken.

    Gute Bildqualität im 24mm Bereich (3 Sterne von 5) –
    – Nikon Nikkor 24mm f/2.8 Ais (gebraucht ca. ca. 150-250,- EUR)

    Das neue Sigma 24mm ART 1.4 ist sicher empfehlenswert (4 Sternchen von 5 (;-) aber auch nicht ganz billig und gewiss nicht klein…

    Das Sigma 20mm ART 1.4 ist mir neu und es existieren noch wenig Tests… – aber auch für mich hochinteressant… Kostet aber auch um die 1000,- EUR!

    28mm Brennweite (oder 35mm) würde ich für Landschaft eher nicht nehmen: In diesem Bereich hat Canon allerdings 2 neue empfehlenswerte Objektive mit IS herausgebracht… allerdings nur Bl. 2.8 bzw. 2.0

    Meine geänderte Empfehlung für dich nach dem was ich aus dem oben von dir Gesagten schlussfolgern muss:

    Beginne für Naturfotografie mit einer 24mm Festbrennweite
    Willst du gleich das Ultimative in diesem Bereich, dann würde ich zu dem

    Sigma 24mm f1.4 DG HSM Art [Canon] raten (hier der Amazon Link (;-)
    http://www.amazon.de/Sigma-Objektiv-Filtergewinde-Canon-Objektivbajonett/dp/B00THPL0AS/ref=as_sl_pd_tf_sw?&linkCode=wsw&tag=fotogemeinschaft-21

    Willst du dich erstmal an diese Brennweite herantasten und nicht so viel ausgeben, ohne auf Qualität verzichten zu müssen, dann nimm ein sehr gutes Exemplar eines
    Nikon Nikkor 24mm f/2.8 Ai oder Ai-s (gebraucht ca. ca. 150-250,- EUR) und adaptiere es mit einem preiswerten China-Adapter (mit AF-Bestätigung)
    Hier meine Beispielfotos mit einem Nikkor 24mm Ai (Uralt-Exemplar für 45,- EUR !!!):
    https://www.fotogemeinschaft.de/v/fotografen/Ralf-Schlieper/staedte-check/luebeck/
    https://www.fotogemeinschaft.de/v/fotografen/Ralf-Schlieper/natur/stoerungen/

    Hier ein schönes Exemplar (mit hoher Seriennr.) davon:
    https://www.fotogemeinschaft.de/v/schule-des-sehens/bildtechnik/objektiv/nikon-nikkor-24mm-2_8-ais/

    Und hier ein weiterer Artikel zum Thema: https://www.fotogemeinschaft.de/mit-minimalem-budget-maximale-technische-bildqualitat-erreichen-einleitung/1382/

    VG
    Ralf

  56. Georg Fiedler 3. August 2017 um 17:32 Uhr

    HAMMER artikel!
    fast sehr vieles sehr gut zusammen! und die bezeichung „humorist und subjektivist“ für ken rockwell ist einfach die geilste ever!!
    (anm.: ich halte schon viel auf ihn, aber er schreibt auch viel verblendetes)

  57. Ralf Schlieper 3. August 2017 um 18:04 Uhr

    Thanks!

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