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Endlich hat sie mich wieder die schöne digitale Welt; 2 Jahre digitale Abstinenz und nun sofort losgelegt mit 21 Megapixeln der Canon EOS 5D MarkII:

Foto 1a: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/200 bei Blende 1.8; 100 ASA, Blitz)

Foto 1a: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/200 bei Blende 1.8; 100 ASA, Blitz)

Kurzes Fazit zur Kamera selbst

Handling

Zahlreiche Verbesserungen im Handling gegenüber der alten 5D machen es zur reinen Freude, mit der Canon EOS 5D Mark II zu arbeiten.

Foto 1: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/160 bei Blende 5.6; 1600 ASA)

Foto 1b: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/160 bei Blende 5.6; 1600 ASA)

Der Lifeview mit einblendbarem Histogramm ermöglicht eine Echtzeit-Optimierung der Belichtung. Mit Lifeview kann man auch äußerst präzise scharfstellen durch ein eingebautets 10-fach-Zoom. Toll! Das neue Display ist sehr gut und läßt eine wesentlich bessere Schärfebeurteilung zu als das Display der alten 5D. Um Display-Verkratzung zu verhindern, empfiehlt sich eine Displayschutzfolie für die Canon 5D Mark II.
Die automatische Helligkeitsregulierung des Displays ist eher störend; ich habe sie direkt ausgeschaltet und die maximale Helligkeit eingestellt. Die Funktionen, die sich nach Querlesen des 250-seitigen Mini-Handbuchs erschließen, sind in der Kamera übersichtlich gegliedert. Die Video-Funktion ist sehr nützlich und kann mit Stativ, Spezialequipment und externem Mikrofon sogar zu professionellen Ergebnissen führen, wenn man etwas vom Filmen versteht. 3 abspeicherbare Komplettkonfigurationen erleichtern das schnelle Umswitchen in unterschiedlichen Aufnahmesituationen. Die umfangreiche (im Lieferumfang enthaltene) Software – insbesondere das EOS-Utility – ist praktisch: in Windeseile kopiert man damit Bilder auf den PC und kann diese gleichzeitig systematisch umbenennen und passende Verzeichnisse anlegen. Mit dem EOS-Utility läßt sich die Kamera außerdem fernsteuern: Bilder werden dann sofort nach der Aufnahme auf dem PC angezeigt. Gut gelöst und für professionelle Studios unabdingbar! Allerdings muss man in diesem Fall noch viel Geld für das WLAN-Modul WFT-E4 II ausgeben (Canon kabelloser Datentransmitter WFT-E4 II).

Ersatzakku und Speicherkartenempfehlung

Einen zweiten Canon-Akku LP-E6 sollte man sich in jedem Fall gönnen, denn es passiert eigentlich ständig, dass eine Akkuladung gerade dann aufgebraucht ist, wenn man weiterfotografieren muss. Wenn man die Video- und Lifeview-Funktion intensiv nutzt, sind sogar noch mehr Ersatzakkus für die 5D MK2 ratsam, da die Akkukapazität durch das Filmen natürlich schneller zur Neige geht.

Auf Traumflieger werden die Mindestanforderungen an die Speicherkarte beschrieben: Für die Videofunktion und eine möglichst rasche Bildfolge empfiehlt sich eine richtig schnelle Speicherkarte mit mindestens 16 GB und UDMA. Ich selbst habe mir daraufhin die SanDisk Extreme IV Speicherkarte mit 16GB geleistet – ein wirklich teurer Spaß aber dafür sehr schnell und sehr zuverlässig. Weitere Ersatzspeicherkarten oder gar noch größere und dadurch extrem teure CF-Karten sind nur dann wirklich erforderlich, wenn man ständig längere Full-HD-Videos dreht; ein 10-minütiges Full-HD-Video braucht nämlich etwa 4 GB Speicherplatz.

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Kamera ist insgesamt besser als bei der alten 5D; Eintrittsstellen für Feuchtigkeit und Sand gibt es jedoch noch genug und die labbrigen Gummitürchen für USB-Anschluss etc. sind nach wie vor wenig vertrauenserweckend. Ein bißchen Sandstrand mit Wind und Nässe sowie ein Ausrutscher im Schlamm dürften auch dieser Kamera zügig den Garaus machen. In solchen nassen, sandigen und schmutzigen Situationen sollte man vorsorgen und das Gehäuse zusätzlich schützen. Ich habe daher meiner Canon EOS 5D MarkII eine nicht gerade ästhetische, dafür aber praktische Silikonhülle spendiert, die sich Camera Armor nennt und die die Kamera gegen harte Stöße unempfindlicher macht; auch die Belederung wird nicht speckig, was den Wiederverkaufswert erhöht, denn selbst nach 100.000 Aufnahmen sieht der Body noch ‚wie neu‘ aus… (;-). Der Camera Armor läßt die Kamera dann in feinstem SM-Look erstrahlen:

In sandigen und nassen Gegenden würde ich über die Canon EOS 5D Mark ii noch eine entsprechende Regenschutzhülle ziehen. Dergestalt bis zur Unkenntlichkeit verpackt, wäre dann selbst die Diebstahlsgefahr nahezu gebannt. (;-)

Das Tor zur Unschärfe-Hölle: 21 Megapixel

Nun aber zum Wichtigsten, den 21 Megapixeln und der Bildqualität: Für einen Fotografen, der bisher mit 12 MP fotografiert hat, stellen die 21 Megapixel eine schwere Hürde dar, um scharfe Bilder zu erhalten. Björn Rörslett deutete diese Problematik bereits für die Nikon D3x an; für die Canon 5D MKII gilt sie auch: Ein behäbiger Autofokus, die Notwendigkeit bester Objektive und die hohe Pixeldichte machen es tatsächlich schwerer, mit dieser Kamera scharfe Bilder zu erhalten, als mit einer 12 MP-Kamera. Ich kann nach 2000 ‚Übungsbildern‘ raten: Erst die Hauptmenge der fotografierten Motive bestimmen und DANACH entscheiden, welche Kamera geeignet ist. Bei Action, Kindern, Wildlife, Sport, Reportage etc. macht eine noch stabilere und besser abgedichtete Kamera mit weniger MP (Nikon D700, Nikon D3s ) deutlich mehr Sinn. Auch für Anfänger sind 21 MP ungeeignet. Eigentlich meide ich Stative, aber leider wird ein Stativ und die Spiegelvorauslösung an der Kamera in zahlreichen Situation zur Pflicht, will man das extreme Qualitäts-Potential der Canon EOS 5D Mark 2 ausschöpfen. Natürlich kann man mit der Kamera Kinder, Sport, Street etc. hervorragend fotografieren:

Foto 4: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/4000 bei Blende 8; 800 ASA)

Foto 4: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/4000 bei Blende 8; 800 ASA)

Sie ist jedoch grundsätzlich eher für ruhigere Motivsituationen (Porträts z.B.), Architektur, Natur und natürlich das Studio geeignet.

Foto 2: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/500 bei Blende 2; 100 ASA)

Foto 2: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/500 bei Blende 2; 100 ASA)

Man sollte ab 20 MP aufwärts außerdem einige Grundregeln beherzigen wie z.B.: Wenn das Objektiv keinen Image-Stabilisator hat, sollte die Belichungszeit nicht nur das Doppelte, sondern – wenn möglich – sogar das 4-5-fache der Brennweite sein (bei 50mm also z.B. mindest. 1/250 ; bei 100mm 1/500 etc.); bei Stativaufnahmen IMMER mit Spiegelvorauslösung arbeiten. Wie bedeutsam die Spiegelvorauslösung ist, hat Fritz Pölking in seinem Artikel ‚Scharfe Fotos‘ gut herausgearbeitet: Hier zeigt sich, dass die Spiegelvorauslösung und ein Kabelauslöser noch wichtiger für die Schärfe sind als ein Image-Stabilisator. Schärfe ist zwar nicht alles, aber wenn schon 21 Megapixel dann auch das volle Programm!

RAW und nix anderes

Bei der Canon EOS 5D MarkII empfehle ich grundsätzlich das RAW-Format: 20 MB pro Foto kann bei den heutigen Festplattenpreisen jeder verkraften. Mit Raw hält man sich alle Möglichkeiten offen. Die Umwandlung in JPGs kann man – wenns pressiert – auch im Batch-Job erledigen. Auf Raw zu verzichten ist gleichbedeutend mit einem Analogfotografen , der seine Negative wegwirft, sobald er einen guten Papier-Abzug erstellt hat. Die Einstellung an der Kamera RAW UND JPG zu erzeugen, verlangsamt die Serienbildgeschwindigkeit unnötig; außerdem führen die ‚doppelten Bilder bei mir immer zu Verwirrung in den entsprechenden Viewern wie Lightroom oder Zoom-Browser Ex. Da ist schnell schon mal die Raw-Datei anstatt der JPG gelöscht.

Der Objektiv-Vergleich: Normalobjektive (Festbrennweiten) an der Canon 5D MKII

Dies vorab: Der folgende Objektivergleich zählt keine Pixel; es wird keine  Verzeichnung minutiös dokumentiert; auch werden keine Strichgrafiken vor deprimierenden Hauswänden abfotografiert. Desgleichen sind rote Backsteinwände tabu. All diese Tests findet man bereits in aller Ausführlichkeit und hoher Qualität im Web.

Mir ist dagegen daran gelegen, anhand von ein paar konkreten Licht- und Motivsituationen mehrere bekanntere Normalbrennweiten miteinander zu vergleichen und zu schauen, ob es tatsächlich so etwas wie den Leica-Look gibt bzw. ob es sich lohnt, alte bzw. Fremd-Objektive mit Adaptern an der Canon EOS 5D Mark II einzusetzen, um die Möglichkeiten des Sensors auszureizen. Des weiteren konzentriere ich mich auf Optiken, die ‚erschwinglich‘ sind und in gewisser Weise auf dem Markt als Geheimtipps gelten dürfen, da sie überragende Leistung zum kleinen Preis bieten. Außer dem Canon-Objektiv sind die Optiken teilweise nur noch gebraucht zu erstehen (zw. 80-300,- EUR). In gewissem Sinne bin ich also auch auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen.

Als Testkandidaten habe ich folgende Festbrennweiten ausgewählt:

1. Das auf Photozone und Dpreview hochgelobte Canon EF 50mm f/1.4 USM

2. Das von Björn Rörslett (für die Nikon D2x und D3x) als absolutes Juwel bezeichnete Nikon MF-Nikkor 50mm 1:1.8 Ai(s). Das Nikkor wird eingesetzt mit einem Novoflex Adapterring Nikon-Objektive an EOS-Bajonett

3. Das in verschiedenen Tests immer wieder eine Spitzenstellung einnehmende Nikon MF-Micro-Nikkor 55mm 1:2.8 Ais, das als Normalobjektiv bei mir schon an der alten Canon 5D hervorragende Leistung gebracht hat und über einen Naheinstellbereich von 25cm verfügt und auch mit einem Novoflex Adapterring Nikon-Objektive an EOS-Bajonett getestet wird.

4. Das von Erwin Puts gelobte Leica Summicron-R 1:2/50mm
Das Summicron-R, das sogar eine eigenen Flickr-Gruppe hat, wird eingesetzt mit einem Adapter LEICA R-Objektiv an CANON EOS Bajonett

Canon EF 50mm f/1.4 USM

Das Canon – Objektiv ist im Vergleich mit den anderen Objektiven nur durchschnittlich verarbeitet; Freunden manueller Einstellmöglichkeiten wird das (allerdings recht stabil wirkende) Plastikgehäuse, das schwergängige Schaben des Fokussierrings, der fehlende Blendenring und die fehlende Tiefenschärfeskala mißfallen. Der Autofokus dagegen ist recht schnell. Das Bokeh sehr gut (das Canon EF 50mm f/1.4 USM nimmt im Bokeh-Ranking verschiedener Objektivtests immer einen Spitzenplatz ein) :

Foto 3: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/200 bei Blende 4; 1600 ASA)

Foto 3: Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (1/200 bei Blende 4; 1600 ASA)

Gescheitert an 21 Megapixeln: Das Nikon MF-Nikkor 50mm 1:1.8 Ai(s) kommt nicht mehr mit…
Nach einem ersten kleinen Vorabtest muss man leider bereits einen – besonders preisgünstigen – Objektivkandidaten fallenlassen: Das Nikon MF-Nikkor 50mm 1:1.8 Ai(s) (ich habe die ‚Long-Barrel-Ai-Version mit 45cm Naheinstellgrenze) zeigt an der Canon EOS 5D MarkII ein besonders schlechtes Ergebnis, sodass man für diese Optik weitere Tests gleich vergessen kann: Das Objektiv läßt sich an der Kamera sehr schlecht scharfstellen, außerdem kann es im wichtigen Bereich von Blende 2-4 dem Canon EF 50mm f/1.4 USM absolut nicht das Wasser reichen. Hier die Beispielaufnahmen:

Objektivvergleich Canon EF 50mm f/1.4 USM und Nikon MF-Nikkor 50mm 1:1.8 Ai

Einfach auf das Foto klicken um die große Version aufzurufen.

Blende 2

Foto 5a: Canon 5D MKII - Blende 2

Foto 5a: Canon 5D MKII - Blende 2

Blende 2.8

Foto 5b: Canon 5D MKII - Blende 2.8

Foto 5b: Canon 5D MKII - Blende 2.8

Blende 4

Foto 5c: Canon 5D MKII - Blende 4

Foto 5c: Canon 5D MKII - Blende 4

Blende 5.6

Foto 5d: Canon 5D MKII : Blende 5.6

Foto 5d: Canon 5D MKII : Blende 5.6

Fazit 1
Bereits an der alten 5D mußte man das Nikkor auf Bl. 4-8 abblenden, um beste Ergebnisse zu erzielen. An der 5D MarkII kann das Nikkor selbst bei Bl. 5.6 nicht mit dem Canon EF 50mm f/1.4 USM mithalten. Das Canon dagegen ist bereits bei Bl. 2 hervorragend kontrastreich und scharf.

Objektivvergleich Canon EF 50mm f/1.4 USM und Nikon MF-Micro-Nikkor 55mm 1:2.8 Ais

Blende 2.8 – Katzenmotiv
Der erste Test ist unsere motorisierte Katze (aus China) bei Blende 2.8; am Katzenkopf lassen sich die Feindetails gut beurteilen.

Canon EF 50mm f/1.4 USM

Foto 6a: Canon 5D MKII - Blende 2.8

Foto 6a: Canon 5D MKII - Blende 2.8

Nikon MF-Micro-Nikkor 55mm 1:2.8 Ais

Foto 6b: Canon 5D MKII : Blende 2.8

Foto 6b: Canon 5D MKII : Blende 2.8

Detailvergleich

Foto 6c: Canon 5D MKII - Blende 2.8

Foto 6c: Canon 5D MKII - Blende 2.8

 

Sowohl vom Bokeh als auch von der Schärfe ist das Micro-Nikkor bei Blende 2.8 vergleichbar mit dem Canon EF 50mm f/1.4 USM  . Soweit die höhere Lichtstärke nicht zwingend erforderlich ist und man gerne Makrofunktionen nutzt, kann man das Mikro-Nikkor an der 5D MarkII  immer noch als preiswerte Alternative empfehlen (man erhält es gebraucht um die 150,- EUR). Die manuelle Scharfstellung des Micro-Nikkor funktioniert an der 5D Mark II  zufriedenstellend. Das Micro-Nikkor soll jedoch anfällig gegen Verharzung der Blendenlamellen sein (lt. Björn Rörslet); daher sollte man es immer stehend lagern.

Objektivvergleich Canon EF 50mm f/1.4 USM und Leica Summicron-R 1:2/50mm

Das Leica Summicron-R 50mm f/2,0 wird auf Gebrauchtbörsen mit ziemlich großen Preisunterschieden (250,- EUR – 650,- EUR) gehandelt. Das  Canon EF 50mm f/1.4 USM  kostet neu um die 330,- EUR mit entsprechender Garantie, Autofokus etc.

Zunächst 2 Beispielfotos vom Summicron:

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 ; 1/350 sec ; 400 ASA)

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 ; 1/350 sec ; 400 ASA)

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 ; 1/250 sec ; 400 ASA)

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 ; 1/250 sec ; 400 ASA)

Für mich als Festbrennweiten-Freak stellte sich die Frage, ob das Leica Summicron-R 1:2/50mm als manuelle Adapterlösung so überragend ist, dass man es an der Canon 5D Mark II dem  Canon EF 50mm f/1.4 USM vorziehen sollte. Fangen wir mit den einfachsten Dingen an, der vielgerühmten Schärfe / Auflösung. Die folgenden Beispielfotos zeigen ein Hausdach (mit Stativ und Spiegelvorauslösung fotografiert).

Die Canon-Beispiele haben folgende Blendereihe (von links oben angefangen): Bl. 1.4 / 1.8 / 2.0 // 2.8 / 4.0 / 5.6 // 8 / 11 / 16 :

Die Leica-Beispiele haben folgende Blendereihe (von links oben angefangen): Bl. 2.0 / 2.8 / 4.0 // 5.6 / 8 :

Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (Blende 1.4 bis 16; Bild links oben)

Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (Blende 1.4 bis 16; Bild links oben)

 

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 bis 8; Bild links oben)

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 bis 8; Bild links oben)

 

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Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (Blende 1.4 bis 16; Bild ganz links oben)

Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (Blende 1.4 bis 16; Bild ganz links oben)

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 bis 8; Bild ganz links oben)

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 bis 8; Bild ganz links oben)

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Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (Blende 1.4 bis 16; Bild mitte)

Canon 5D MKII mit Canon EF 50mm f/1.4 USM (Blende 1.4 bis 16; Bild mitte)

 

 

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 bis 8; Bild mitte)

Canon 5D MKII mit Leica Summicron-R f/2.0 (Blende 2 bis 8; Bild mitte)

Fazit:

Das Leica Summicron-R 50mm 1:2 hat gegenüber dem Canon EF 50mm f/1.4 USM keine Vorteile.

– Schärfe / Auflösung bei Blende 2 : Canon besser (auf den Fotos ist 2.0 bei Canon ganz rechts oben; bei Leica links oben)
– Bokeh : Canon besser, d.h. ‚cremiger‘ (Leica-Bokeh leicht nervös…)
– Praktikabilität: Canon viel besser durch Autofokus, mehr Belichtungsautomatikoptionen und der sehr wichtigen höheren Anfangsblende

Wichtig: Das Leica läßt sich an der Canon 5D Mark II besonders schlecht scharfstellen! Ratsam ist ein Adapter mit Fokus – Confirmation Chip z.B. von BIG_IS.

Da das Leica Summicron-R 50mm 1:2.0 meistens ebenso teuer gebraucht verkauft wird wie das Canon EF 50mm f/1.4 USM neu, würde ich hier grundsätzlich zum Canon raten. Zudem sollte man auf den hohen Nutzen von Blende 1.4 (die man durchaus mit sehr schönen Ergebnissen verwenden kann!) nicht verzichten.