Jan 192010

… das wäre ein schöner Titel für eine semi-philosophische Abhandlung über Fotografie. Semi-philosophisch deshalb, weil im ernsthaften Wissenschaftsbetrieb, im Geisteswissenschaftsbetrieb Subjektivität verpönt ist, insonderheit bei den Deutschen. Niemand hat das besser als Nietzsche formuliert: Der deutsche Gelehrte liest und liest und liest, und wenn er nicht liest, denkt er nicht. Er ist durchs viele Lesen so trocken geworden, dass er verpufft, wenn man nur ein kleines Streichholz in seiner unmittelbaren Umgebung entzündet. Nietzsche zieht daraus für sich das Fazit: “In der Morgenröte meiner Kraft ein Buch zu lesen, das nenne ich lasterhaft.”

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