Die Galerie Treppenhaus aus Erlangen startet seit heute mit einem Portfolio von 21 Fotografen auf der Fotogemeinschaft.de.
“I’m known for taking pictures very close, and the older I get, the closer I get.” Bruce Gilden
In letzter Zeit entstehen Unmengen ziemlich langweiliger ‘Streetfotos’, die ich mir wie folgt erkläre: Ein gutsituierter Angestellter flaniert in seiner Freizeit durch die Straßen und versucht sich als HBC. Er entdeckt Laternen, die malerisch über einsamen Menschen schweben – KLICK; Straßen die einen schönen Bogen machen – KLICK; Menschen, die gar lustige Schatten werfen – KLICK; Jugendliche, die sich mit ihren Skateboards in der Luft drehen – im Gegenlicht natürlich – KLICK; Straßenschilder, die witzig Verwirrung stiften – KLICK; grüne Büsche vor roten Sportwagen – KLICK; etc. etc.
Fotografische Anfänger (ich zähle mich selbstredend dazu) stellen sich manchmal die Frage, welche Kamera wohl ein bewunderter Fotograf für seine Bilder verwendet(e). Und gleichzeitig kommt der etwas peinliche Wunsch, diese Kamera auch zu kaufen.
Lebt die vollkommen überteuerte ‘Sammler-Kameramarke’ Leica nicht indirekt bis heute vom Image legendärer Fotografen, die mit einer Leica ihre berühmten Bilder mach(t)en? Obwohl sich kein ernsthafter Fotograf (außer Ken Rockwell (;-) ) heute noch eine neue, 10.000 EUR teure, z.T. in weißes Leder , oder gar in Schlangen- bzw. Krokoleder gepackte Leica (ob digital oder analog) kaufen wird…
(C) Lu Guang: Pollution in China
Angesichts der globalen Naturzerstörung frage ich mich, welche Berechtigung die Fotos einer “heilen” Naturwelt haben. Ansel Adams ist einer der wichtigsten Vertreter der menschenleeren Natur mit perfekten Graustufen. Wie sieht die Wirklichkeit US-amerikanischer Naturparks aus? Wohin bringt uns die ästhetische Weltflucht?
Es gibt die “perfekte Natur-Welt” von Ansel Adams nicht wirklich, trotzdem sind wir von den Fotos fasziniert.
Moderne Digitalkameras könnten die perfekten Dokumentationsinstrumente unserer Realität und unseres Alltagslebens werden.
Für mich ist und bleibt W. Eugene Smith einer der bedeutendsten Fotografen. Mit dieser Einschätzung stehe ich übrigens keineswegs alleine da. Beim Suchen seiner Bilder im Internet fiel mir auf, dass es keine repräsentative Website gibt, die sein Werk umfänglich und systematisch darstellt. Ein solches öffentliches Archiv seiner Bilder wäre auch für heranwachsende Fotografengenerationen unabdingbar. Smith soll z.B. bei seiner Pittsburgh-Serie 21.000 Fotos gemacht haben: Wir finden nicht einmal einen Bruchteil dieser Bilder im Web – schon gar nicht vernünftig aufbereitet. Selbst der ‘Bilderausschuss’ eines Meisters wie Smith ist noch tausendmal mehr wert als der Bildermüll, mit dem wir heute in Communities wie Flickr oder der Fotocommunity überschüttet werden.
Wenn man demnächst – was inzwischen unausweichlich geworden ist – wieder ein ‘hammerbilliges‘ Produkt kauft, auf dem ‘Made in China’ steht, dann sollte man sich im Gegenzug auch die Umweltreportagen des chinesischen Fotografen Lu Guang anschauen: Was so billig produziert wird, kann nur zu Lasten von Mensch und Natur gehen. Lu Guangs Reportagen weisen erstaunliche Parallelen zu christlichen Phantasien der Hölle auf …
Und siehe da, die niedlichen Geschenke, die wir für unsere Kinder im 1,- EUR-Shop freudestrahlend kaufen, ‘entpuppen’ sich zudem noch als vergiftet. Nicht nur die Produzenten in China sind die Leidtragenden, sondern unsere Kinder spielen sich auch noch krank… (s. die gigantischen Rückrufaktionen großer Spielzeughersteller)
Video Teil 1
Video Teil 2
Wir nannten uns “FC Außenring”. Das hatte mit Fußball nichts zu tun. Und doch waren wir, irgendwie, eine Mannschaft. Nicht immer vollständig beisammen, im Kern aber stabil. Wir kamen aus Potsdam, Wilhelmshorst, Kleinmachnow oder Stahnsdorf und hatten alle unseren Job in Berlin, waren also gezwungen (Wer konnte sich schon die tägliche Tour mit dem Auto in die DDR-Hauptstadt leisten?), den doppelstöckigen „Sputnik“ zu benutzen. Eine mühselige Sache, die auf den geregelten Arbeitstag von knapp neun Stunden vier Stunden Schienenfahrt draufpackte. Einer arbeitete im Bau- der andere im Kulturministerium, einer war Chefredakteur der DDR-Jagdzeitschrift, ein anderer Chefredakteur von „Garten und Kleintierzucht“. Einer erforschte die sozialistische Ökonomie, ein anderer repräsentierte die INTERFLUG im Ausland. Hans-Georg war der Mann aus dem Akademie Verlag, Ingo der Redakteur der „Neuen Berliner Illustrierten“, ich, nach dem Journalistikstudium in Leipzig, seit 1974 Redakteur der TV-Zeitschrift FF DABEI. Wir trafen uns im letzen Wagen, unten. Einer hatte immer was in der Tasche – Berliner Pils oder Nordhäuser Korn. Alle hatten was zu erzählen, meist kleine Frust-Geschichten. Das war unterhaltsam und tröstete. Auch über die elend lange Fahrerei außenherum.
Ein bisschen mehr Freude
Begegnungen in einem Pflegeheim
Ihr hohes Alter wunderte sie, ahnte Herta Schwant, als sie mir mit brüchiger, trockener Stimme ihr Leben erzählte, das nahe Ende? Ihre Brüder wären längst tot, und von den zehn Damen des Handarbeitskränzchens, alle etwa gleichen Jahrgangs, sei sie auch die Letzte. Wenige Tage nach unserem langen Gespräch schaute ich zu Herta herein, wollte ihr sagen, dass ich beim nächsten Besuch die Fotos mitbrächte. Die Tür stand offen. Sie lag da im engen Zimmer auf dem Bett, sehr müde, das eine, noch halbwegs gesunde Auge einen winzigen Spalt geöffnet. Es war ein „schönes“ Bild und ich drückte den Auslöser. Herta bemerkte mich, richtete sich mühsam auf. Es gehe ihr heute nicht gut, wir könnten uns aber trotzdem etwas unterhalten. “Machen wir morgen, Herta. Bis dahin gute Besserung!“ Wenige Stunden später war Herta Schwant tot.
„Sie wissen doch“, meinte die Schwester lakonisch am Telefon, „wer hier rauskommt, tut das mit den Füßen zuerst.“ Schlechtes Gewissen bleibt. Hätte ich an jenem Tag nicht doch ein bisschen schwätzen sollen mit Herta?
1992 begann ich mit den alternativen Druckverfahren wie Gummidruck-Öldruck -Cyanotypie und andere Verfahren die seit ca. 1860 ausgeübt werden.
Der Gummidruck: ist das aufwendigste aber auch das kreativste aller Edeldruckverfahren.Hier wird ein Bütten oder Aquarellpapier mit Gelatine grundiert und mit einer Schicht aus Gummiarabikum einem Chromat und Pigment beschichtet und unter einem Negativ mit UV-Licht belichtet und in Wasser entwickelt.Ein Gum. sollte aus mind. 3 Schichten bestehen dem Lichterdruck,Mitteldruck und Kraftdruck.Beim Lichterdruck werden die dunklen Stellen im Negativ wiedergegeben.Beim Mitteldruck die mittleren Töne und beim Kraftdruck werden die hellsten Stellen im Negativ wieder gegeben.Durch dieses reduzieren baut sich ein komplettes Bild auf.Als Pigment kann man Aquarell oder Temperafarben aber auch Pulverfarben in allen Farbtönen hernehmen.Die Entwicklung im Wasser geht mehr oder weniger schnell von statten. Kreativ eingreifen kann man aber mit Pinsel oder Schwamm oder Brause.So können ganze Bildteile verschwinden oder aber Teile gezielt frei oder in den Vordergrund gestellt werden.Fast alle Edeldrucke werden im Kontaktverfahren mit dem Negativ hergestellt und sind dann auch entsprechend dem Negativ groß.

