… das wäre ein schöner Titel für eine semi-philosophische Abhandlung über Fotografie. Semi-philosophisch deshalb, weil im ernsthaften Wissenschaftsbetrieb, im Geisteswissenschaftsbetrieb Subjektivität verpönt ist, insonderheit bei den Deutschen. Niemand hat das besser als Nietzsche formuliert: Der deutsche Gelehrte liest und liest und liest, und wenn er nicht liest, denkt er nicht. Er ist durchs viele Lesen so trocken geworden, dass er verpufft, wenn man nur ein kleines Streichholz in seiner unmittelbaren Umgebung entzündet. Nietzsche zieht daraus für sich das Fazit: “In der Morgenröte meiner Kraft ein Buch zu lesen, das nenne ich lasterhaft.”
>>The 8th African Biennial of Photography ended its month-long run in Bamako on 7 December. The Biennial, which is also called the Recontres de Bamako or Bamako Encounters, is a meeting point for African photographers, photographers working on the continent and the professionals – editors, publishers, curators – they collaborate with.<< (Martin Vogl)
Quelle, mehr Text und Fotos dazu:
http://universes-in-universe.org/eng/nafas/articles/2009/bamako_encounters_2009
Pierre ist Werbefachmann und dafür erstaunlich kritisch. Er schreibt:
“Nachdenken über den Massengeschmack
Der Mensch ist schon ein seltsames Wesen. Da fährt er für viel Geld an die entlegensten Plätze der Welt, um mal richtig unberührte Natur zu sehen und zu genießen. Und wenn er das Gesehene dann zu Hause präsentiert, bastelt er so lang an seinen Bildern herum, bis sie richtig schön nach Plastik aussehen und mit dem Ursprünglichen nichts mehr gemein haben….
Die Frage ist, warum er das macht. Ich habe ne Weile darüber nachgedacht und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass wir inzwischen fast alle mit Geschmacksverstärkern aufwachsen.
Mit Maggi, Ketchup oder Glutamat zum Beispiel wird jedes noch so mittelmäßige Essen versetzt, damit es „nach was schmeckt“.
Thilo Rose hat vor zwei Tagen ein Bild von mir für die fc-Galerie vorgeschlagen, das heißt, dieses vorgeschlagene Bild muss zunächst ein “voting” durchlaufen, in dem entschieden wird, ob das Bild von einer Mehrheit für galeriewürdig gehalten wird. Über die Qualität beziehungsweise über die Art der Bilder in der Galerie will ich zu einem späteren Zeitpunkt noch Näheres sagen, und zwar im Vergleich mit den Preis-Bildern des Deutschen Jugendfotopreises.
Hier das von Thilo Rose vorgeschlagene Foto: